Das ist ein historischer Deal – nicht nur aus sportlicher Sicht: Die Major League Baseball (MLB), die Spielergewerkschaft MLBPA und die Cuban Baseball Federation haben sich darüber geeinigt , dass kubanische Spieler künftig legal in die MLB wechseln dürfen.
Baseball ist Nationalsport in Kuba. Zahlreiche MLB-Stars haben kubanische Wurzeln. Durch den Deal soll kein Spieler mehr illegal mit Hilfe von Menschenschmugglern von der Insel flüchten und sich der Gefahr des Kidnappings ausliefern müssen, um über Umwege seinen Traum vom Profi-Baseball zu verwirklichen.
Kubanische Spieler werden unter der Vereinbarung ähnlich wie Profis aus Japan, Südkorea und Taiwan behandelt und können direkt Major-League-Verträge unterschreiben, wenn sie mindestens 25 Jahre alt sind und wenigstens sechs Jahre professionell gespielt haben. Unter diesen Voraussetzungen gelten sie nicht mehr als internationale Amateure und dürfen als Profi in den USA anheuern.
Obama-Regierung ebnet Weg
Den Weg für die Vereinbarung ebnete bereits die Obama-Regierung mit ihrer Öffnung hin zum einstigen Klassenfeind Kuba. Unter US-Präsident Donald Trump drohte der Deal dagegen fast noch zu scheitern.
Sollte ein kubanischer Spieler sich dennoch dazu entscheiden, aus Kuba zu flüchten anstatt über den offiziellen Weg in die MLB zu gelangen, drohen ihm bis zu zwei Jahre Sperre.
Der Deal gilt vorerst bis 31. Oktober 2021.