Bei den Australian Open 2023 galt Ons Jabeur als Mitfavoritin auf den Titel. Doch schon in Runde zwei war Endstation.

Im Rahmen der Dokumentation „This Is Me“, die das Leben der tunesischen Topspielerin beleuchtet, wurden nun die gesundheitlichen Probleme der 29-Jährigen enthüllt.

Wie das Portal The National News berichtet, benötigte Jabeur nach ihrer Niederlage gegen Marketa Vondrousova medizinische Hilfe, nachdem sie über Atemnot geklagt hatte und sogar blau angelaufen war.

Jabeurs Trainer: „Dachte, sie würde sterben“

„Ich dachte, sie würde sterben“, schilderte ihr Trainer Issam Jellali in der Doku die dramatischen Szenen. Im Krankenhaus wurde später ein vergrößerter Knoten, der ihre Atemwege und die Sauerstoffzufuhr ihrer Lunge blockierte, festgestellt.

Jabeur musste sich daher einem operativen Eingriff unterziehen. Die OP wurde im Februar 2023 durchgeführt. Damals wurde angenommen, dass sich Jabeur wegen Kniebeschwerden operieren ließ, doch in Wahrheit ließ sie sich wegen ihrer Atemprobleme behandeln.

„Ich musste meine Gesundheit über alles andere stellen. Ich glaube, das habe ich in meiner Karriere noch nicht oft getan“, sagte Jabeur in der Doku.

Mit dem Turniersieg in Charleston feierte Jabeur im April 2023 ein gelungenes Comeback. Im Sommer zog sie zum zweiten Mal in ihrer Karriere ins Finale von Wimbledon ein – allerdings verlor sie dort erneut gegen Vondrousova.

Ihre Atembeschwerden wurde sie aber auch danach nicht komplett los. Bei den US Open klagte sie erneut über Atemnot.

Nun kehrt sie wieder zurück zu dem Turnier, bei dem sie die wohl dramatischsten Momente ihrer Tennis-Karriere erlebte. Am kommenden Sonntag beginnen die Australian Open in Melbourne.