FIFA-Schiedsrichter Sascha Stegemann hat sich im STAHLWERK Doppelpass auf SPORT1 ausgiebig zur Änderung der Abseitsregel geäußert.
„Es hat keine Revolution der Abseitsregel gegeben, sondern nur eine Klarstellung, wann der Ball vom Gegner kommt und das Abseits dann aufgehoben ist. Der Ball kommt laut Regelwerk vom Gegner, wenn er absichtlich gespielt ist. Die Frage ist: Was bedeutet Absicht? Bei einem kontrollierten Rückpass in den Lauf des Gegners kann man von Absicht sprechen. Wenn ich den Ball aus 20 Zentimetern den Ball mit 30 km/h gegen das Bein geschossen bekomme und er dann wegspringt, ist es keine Absicht.“
Zum technischen Hilfsmittel des VAR erklärt Stegemann zwei unterschiedliche Herangehensweisen. „Die Frage ist: Wo will man hin, was ist die Grundidee des Videoassistenten? Wir haben den VAR damals eingeführt, um klare und offensichtliche Fehlentscheidungen herauszufiltern. So sind wir damals an den Start gegangen und haben die Eingriffsschwelle sehr hoch gesetzt.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)
Die Frage sei: „Will man an der grundsätzlichen Leitidee des Videoassistenten festhalten? Oder senken wird die Eingriffsschwelle und gehen mehr zur Grundidee einer Second Chance für den Schiedsrichter? Das hat mehr Unterbrechungen zur Folge. In Deutschland sind wir noch auf dem Stand: klare und offensichtliche Fehler. Das ist aber eine Philosophiefrage.“
Lewandowski? „Als er frisch zum FC Bayern kam…“
Auf Robert Lewandowski angesprochen, plauderte Stegemann aus dem Nähkästchen. „Man hat sich im Laufe der Jahre besser kennengelernt und am Ende des Tages sind wir gut miteinander klargekommen“, sagt der Schiri.
Zunächst sei es allerdings schwieriger gewesen. „Als er frisch zum FC Bayern kam, war er jemand, der immer wieder versucht hat, den Schiedsrichter auszutesten und zu schauen, wo die Grenzen sind und wie weit er gehen kann.“
Stegemanns Fazit: „Im Laufe der Jahre hat sich die Chemie sehr gut entwickelt. Er ist ein absoluter Top-Profi mit einer ganz hervorragenden Einstellung. Für die Liga ist es schade, dass der Deutschland verlassen hat.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)
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nCAPTION: SPORT1 Bundesliga Classics: Oliver Kahns Wut-Attacken
nDESCRIPTION: Neben seiner Weltklasse, ist Oliver Kahn auch bekannt für seine Ausraster auf dem Platz: 2004 gibt es die letzte Aktion gegen Werder-Stürmer Miroslav Klose.