Bouna Sarr droht juristischer Ärger.

Die Staatsanwaltschaft Landshut hat gegen den senegalesischen Nationalspieler des FC Bayern Ermittlungen aufgenommen. Dies bestätigte Oberstaatsanwalt Martin Strunz der Bild-Zeitung am Donnerstag.

Demnach laufen die „Ermittlungen gegen Herrn Sarr wegen des Tatverdachts der Beleidigung und der versuchten Nötigung zum Nachteil zweier Zollbeamtinnen.“ Die Untersuchungen seien aber „noch nicht abgeschlossen“, erklärte Strunz.

Worum geht es? Im Oktober des vergangenen Jahres war Sarr am Flughafen München vom Zoll festgehalten worden, wie er selbst bei Instagram erklärt hatte. Der Bayern-Spieler, der seit seinem Transfer 2020 beim FCB eine nur untergeordnete Rolle spielt, hatte sich dabei über die Behandlung durch die Beamten beschwert.

Sarrs Instagram-Posts führten zu Ermittlungen

Auf Instagram postete Sarr ein Bild von zwei Zollmitarbeiterinnen, ihre Gesichter verdeckte er mit Clown-Emojis. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

„Du landest am Flughafen, du wartest auf dein Gepäck und aus mehr als 200 Passagieren bist du es, auf den man mit einem Fingerschnippen einen Zollhund hetzt, der auf dich hochklettert, als wärst du ‚unsauber‘ oder ein ‚Dealer‘“, schrieb Sarr damals. Diese Posts führten laut Strunz („Bildaufnahmen und entsprechende Veröffentlichungen in sozialen Medien“) zu den Ermittlungen.

Den Vorwurf des Rassismus, der in Sarrs Äußerungen mitgeschwungen war, hatte ein Sprecher der Zollbehörde damals zurückgewiesen: „Es war eine normale Kontrolle. Der Zollspürhund hat angeschlagen. Herr Sarr wurde in einen Abfertigungsbereich gebracht. Dort wurde sein Gepäck kontrolliert“, sagte Thomas Meister im vergangenen Oktober der Bild. (Achtung! Bankdrücker schießt Tuchel ab)

Nicht bestätigt ist, dass in Sarrs Gepäck eine Uhr gefunden wurde, die offenbar nicht ordnungsgemäß verzollt worden war. Meister erklärte lediglich: „Gegenstände über 430 Euro müssen angemeldet werden.“