Der Countdown für eine der größten Wrestling-Shows der Geschichte läuft – und eineinhalb Wochen vor All In im Londoner Wembley-Stadion hat AEW eine neue Trumpfkarte enthüllt.
Bei der aktuellen Ausgabe der TV-Show Dynamite bewahrheiteten sich die Gerüchte, dass ein populärer und hoch angesehener Lokalmatador vor über 80.000 Fans seinen bislang größten Auftritt haben wird: Will Ospreay! (NEWS: Alle Neuigkeiten zum Thema AEW)
Der Ausnahmewrestler erwies sich bei Dynamite als Schachfigur im Spiel von Erzbösewicht Don Callis, der in den vergangenen Wochen Legende und Weggefährte Chris Jericho in eine Falle lockte. Ospreay wird nun bei All In auf den früheren WWE und AEW World Champion treffen – eines von mehreren starbesetzten Matches, die bei der Spezialepisode „Fight for the Fallen“ bekanntgegeben worden sind.
Will Ospreay mischt bei AEW All In groß mit
Der 30 Jahre alte Ospreay hat sich in den vergangenen Jahren bei der japanischen AEW-Partnerliga NJPW als einer der besten Wrestler der Welt profiliert: Einst einer der spektakulärsten Highflyer der Branche hat sich Ospreay zu einem Allrounder entwickelt, der im Ring in einer Liga spielt.
Ospreay ist für viele inzwischen der beste Wrestler der Welt und die Nummer 1 auf der Liste der Wrestler mit den meisten extraordinären Matches, die von Szene-Guru Dave Meltzer mit fünf oder mehr Sternen bewertet worden sind (26). Er übertrumpfte kürzlich die verstorbene Ikone Mitsuharu Misawa (25), liegt auch vor Kenny Omega, Kazuchika Okada (24) und Kenta Kbashi (23) – und weit vor anderen Legenden und Ausnahmeerscheinungen wie Ric Flair (12), Bryan Danielson und Ricky Steamboat (je 5) oder Bret Hart und Shawn Michaels (je 2).
In den vergangenen Jahren war Ospreay auch vermehrt bei AEW aktiv, zuletzt glänzte er mit dem „Dream Match“ gegen Callis-Zögling Kenny Omega bei Forbidden Door. Wie einst bei Omega soll nun auch für Ospreay Altstar Jericho (52) derjenige sein, der das Phänomen auf größtmöglicher Bühne noch bekannter machen soll.
Ospreay trifft auf Chris Jericho
Jericho stand in den vergangenen Wochen inmitten einer Story, in der sein kanadischer Landsmann und alter Freund Don Callis um seine Dienste warb – weswegen Jerichos bisherige Mitstreiter von der Jericho Appreciation Society ihm die Loyalität aufkündigten.
Bei Dynamite verkündete Jericho nun seine lang hinausgezögerte Entscheidung: Er entschied sich für eine Mitgliedschaft in der „Callis Family“, worüber Callis selbst überrascht war. Es offenbarte sich, dass er mit einem Nein rechnete und Jericho in eine Falle gelockt hatte – er verriet sich durch die Enthüllung eines Gemäldes, das ihn – Haye und Klitschko lassen grüßen – mit Jerichos abgerissenen Kopf zeigte.
Dass Jericho doch Ja sagte, hielt Callis nicht davon ab, die Falle zuschnappen zu lassen: Sein Schützling Konosuke Takeshita und der ihm nun anscheinend dauerhaft verbundene Ospreay attackierten Jericho und schlugen ihn blutig. Sammy Guevara, Jerichos letzter verbliebener Freund, kam zu Hilfe. Das Match für All In wurde daraufhin fixiert.
Ospreay vs. Jericho ist neben dem World-Title-Match MJF vs. Adam Cole der bislang einzige Einzelkampf auf der Wembley-Card (CM Punk vs. Samoa Joe dürfte hinzukommen), was die Wichtigkeit der Rolle unterstreicht, die Ospreay für All In zugedacht ist.
Zwei weitere neue Matches für London
Bei Dynamite wurden zwei weitere neue Matches für All In enthüllt: Kenny Omega tut sich in Wembley mit seinen Weggefährten Hangman Page und Kota Ibushi gegen ein von Rivale Takeshita angeführtes Team zusammen, an dessen Seite werden der ebenfalls in Japan profilierte „Switchblade“ Jay White und Juice Robinson vom Bullet Club Gold agieren.
Takeshita, White und Robinson attackierten Omega, als der in einem Interview mit Kommentatorenlegende Kenny Omega seine Pläne für All In verraten wollte und schlugen ihn krankenhausreif. Page erklärte dann in einem Segment vor dem Krankenwagen, dass die „Golden Elite“ sich rächen werde.
Ein weiteres großes Match wurde mit der Rückkehr von Eddie Kingston offenbart – wie Ospreay in den vergangenen Wochen Teil des prestigeträchtigen G1-Turniers von NJPW anderweitig beschäftigt. Kingston ergriff bei seiner Rückkehr Partei gegen seinen alten Kumpel Jon Moxley (ehemals Dean Ambrose) vom Blackpool Combat Club.
Zusammen mit den Lucha Bros. half er Kultstar Orange Cassidy und den Best Friends, als die nach einer Titelverteidigung von International Champion Cassidy gegen Wheeler Yuta vom BCC auf ihn und seine Freunde losgingen.
Kingstons Team forderte Moxley, Yuta und seinen ewigen Erzfeind Claudio Castagnoli dann zu einem „Stadium Stampede Match“ ohne Regeln und ohne Ortsgrenzen in Wembley heraus. Welche drei Wrestler an der Seite des Blackpool Combat Club stehen, ist noch unklar – womöglich eröffnet die Ansetzung eines chaotischen Multi-Man-Matches auch Bryan Danielson die Tür: Das vierte Mitglied des BCC erholt sich derzeit von einem Armbruch.
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MJF und Adam Cole mit klaren Ansagen
Komplettiert wurde bei Dynamite auch der Vierkampf um den Damentitel: Zu Championess Hikaru Shida, Toni Storm und Lokalmatadorin Saraya (ehemals Paige) gesellte sich wie erwartet der weibliche Topstar Britt Baker mit einem Sieg über The Bunny.
Für das Hauptmatch der Show – MJF vs. Adam Cole – wurde mit einem gemeinsamen Auftritt weiter die Bühne bereitet und die Spannung erhöht: Cole warnte MJF, dass er trotz seiner neu gefundenen Freundschaft zu dem jungen World Champ „alle nötigen Mittel“ gegen ihn einsetzen werde. Und auch MJF machte klar, dass ihm sein Gürtel im Zweifel wichtiger sei als alles andere.
Der Auftritt endete mit einer Attacke des Teams Aussie Open – MJF und Cole fordern die beiden in der Preshow von All In um die Tag-Team-Titel der AEW-Schwesterliga ROH heraus.
Die Ergebnisse von AEW Dynamite am 16. August 2023:
AEW International Title Match: Orange Cassidy (c) besiegen Wheeler Yuta
Darby Allin & Nick Wayne besiegen The Gates of Agony
Texas Chainsaw Massacre Match: Jeff Jarrett besiegt Jeff Hardy
Britt Baker besiegt The Bunny
The Young Bucks besiegen The Gunns