Die Basketball-Weltmeister Franz und Moritz Wagner sind auf der Couch mit den Orlando Magic aus dem In-Season Tournament der NBA ausgeschieden.
Durch den 124:97-Sieg der Boston Celtics gegen die Chicago Bulls verpasste das Team um das deutsche Duo als Tabellenzweiter knapp die K.o.-Phase des neu eingeführten Turniers, da andere Teams eine besseres Punktdifferenz hatten. Die Celtics sicherten sich als Gruppensieger das Weiterkommen.
Die Wagner-Brüder, die in der Nacht auf Mittwoch mit Orlando nicht mehr in den Kampf ums Viertelfinale eingreifen konnten, mussten auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen.
Die Wildcard als bester Gruppenzweiter im Osten schnappten sich jedoch die New York Knicks mit Isaiah Hartenstein durch das 115:91 gegen die Charlotte Hornets. Hartenstein steuerte vier Punkte, sechs Rebounds und zwei Assists bei.
NBA-Profis kritisierten Modus des neuen Turniers
Dass es am Ende aufgrund des Modus mit Wildcard-Tickets auch um den Punkteunterschied der jeweiligen Teams ging, gefiel einigen NBA-Spielern aber weniger.
So sagte Knicks-Profi Josh Hart nach dem Spiel: „Am Anfang waren wir nur auf den Sieg konzentriert. In den letzten paar Minuten fühlt es sich komisch an. Ab einem bestimmten Punkt fängt man an, nur noch auf Punktejagd zu gehen und all das zu tun. Das bringt die Integrität des Spiels ein wenig durcheinander.“
Ähnlich sah es Donovan Mitchell. „Ich habe das Gefühl, dass wir alle versucht haben, zu punkten, aber auch das Spiel zu respektieren“, sagte der Star der Cleveland Cavaliers: „Man spielt, um nach Vegas zu kommen, um das Turnier zu erreichen. Aber es ist definitiv ein bisschen seltsam.“
Es ist im Basketball nicht üblich, auch in den letzten Minuten eines Spiels bei uneinholbarer Führung noch darauf aus zu sein, mit möglichst vielen Punkten Unterschied zu gewinnen. Zudem haben die Teams einen Vorteil, die ihr letztes Spiel später haben, da sie wissen, wie viele Punkte Vorsprung sie benötigen.
Äußerst bitter verlief der Abend für die Golden State Warriors, die mit zwölf Punkten Unterschied gewinnen hätten müssen und zwischenzeitlich sogar einen 24-Punkte-Vorsprung gegen die Sacramento Kings hatten. Nach einem unfassbaren Einbruch unterlagen die Warriors um Superstar Stephen Curry aber noch mit 123:124.
Schröder unterliegt mit Raptors – Mavs siegen
Weltmeister Dennis Schröder und die Toronto Raptors, die bereits zuvor keine Chance mehr auf das Weiterkommen hatten, unterlagen den Brooklyn Nets 103:115, Schröder erzielte 14 Punkte.
Ohne Maximilian Kleber feierten die bereits ausgeschiedenen Dallas Mavericks einen 121:115-Sieg gegen die Houston Rockets.
Die Milwaukee Bucks mit den Superstars Giannis Antetokounmpo (33 Punkte) und Damian Lillard (32 Punkte) gewannen mit 131:124 gegen die Miami Heat und schafften den Sprung in die nächste Runde.
Die Viertelfinals starten in der kommenden Woche. Erstmals spielen die 30 NBA-Teams den Sieger des neuen In-Season Tournaments aus, der den „NBA-Cup“ erhält.
Die Viertelfinal-Partien:
Los Angeles Lakers – Phoenix Suns
Sacramento Kings – New Orleans Pelicans
Milwaukee Bucks – New York Knicks
Indiana Pacers – Boston Celtics
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)