Vor einigen Wochen konnte sich Luis Brethauer schon einmal einen Überblick über die Wettkampfstrecke in Baku verschaffen. Die BMX-Profis wurden vorab eingeladen, um die Gegebenheiten vor Ort zu testen.

„Der erste Eindruck war phänomenal“, berichtet der BMXer begeistert. „Ich freu mich riesig auf die Veranstaltung.“

Die Voraussetzungen für einen guten Wettkampf stimmen und auch das Ziel ist klar formuliert: Eine Medaille.

Realistische Chancen bestehen. Denn beim BMX-Sport ist alles offen, da kann auch schon einmal der Favorit stürzen und ein Außenseiter das Rennen machen.

Luis Brethauer, der mit dem Gewinn der Bronzemedaille bei den BMX-Weltmeisterschaften in Auckland 2013 seinen bisher größten Erfolg verbuchte, gehört in seinem Sport jedoch längst nicht mehr zu den Außenseitern.

Im Urlaub beginnt die Liebe zum BMX

„Die Liebe meines Lebens“, wie der 22-Jährige seinen Sport in einem Interview nennt, hat er beim Familienurlaub vor 15 Jahren in Schweden kennengelernt. In einem Freizeitpark standen ein paar klapprige Räder, mit denen er stundenlang über die hügelige BMX-Bahn gefahren ist.

Kaum wieder in der Heimat angekommen, musste dann natürlich ein eigenes BMX her, das ihn seither ständig begleitet.

Nach den vielen Jahren faszinieren ihn immer noch dieselben Sachen, nur ist im jetzigen Alter auch der Wille nach dem Erfolg hinzugekommen, welcher nochmal einen ganz besonderen Reiz ausmacht.

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Anstrengend wie ein Sprint

Die körperliche Leistung eines BMX-Profis ist vergleichbar mit einem 100 Meter Hürdensprinter. Das professionelle Training der Athletik, wie beispielsweise Grundlagenausdauer, Hypertrophie-Training und Maximalkraft bis zur Schnell- und Explosivkraft sind sehr wichtig.

Aber auch Physiotherapie, Mentaltraining und Leistungsdiagnostik gehören zum „normalen“ Sportleralltag des Reutlingers.

Seit 2009 wird Luis Brethauer von der Deutschen Sporthilfe gefördert. Aktuell ist er in der Elite-Förderung, zählt damit in seiner Sportart zur internationalen Spitze und kämpft bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften um Titel und Medaillen.

Mit der Elite-Förderung genießen Athleten aus olympischen Sportarten die höchste Förderstufe im Fördersystem der Sporthilfe, um sich gezielt auf die jeweils anstehenden Olympischen Spiele vorbereiten zu können.