Ein halbes Jahr ist das Ende der Nationalmannschaftskarriere von Toni Kroos nun offiziell.

Die 0:2-Niederlage im Achtelfinale der Europameisterschaft 2020 war sein 106ter und gleichzeitig letzter Auftritt im Dress der DFB-Elf. Seitdem konzentriert sich der Weltmeister von 2014 auf seine Aufgaben bei Real Madrid und weint den ausbleibenden Länderspielreisen (noch) keine Träne nach, wie er nun im Podcast Einfach mal Luppen verriet.

„Jetzt, so ein halbes Jahr nach meinem Rücktritt ist es nicht so, dass mir irgendwas gefehlt hat“, erklärte der Mittelfeldspieler und ließ an der Richtigkeit seiner Entscheidung keinen Zweifel. Besonders nicht nach dem Programm, das die DFB-Elf nach der Euro zu bestreiten hatte.

„Gerade die letzten Spiele der Nationalmannschaft in Nordmazedonien oder zuhause gegen Liechtenstein waren alles Begegnungen, wo man selbst davor schon als aktiver Spieler gesagt hat ‚okay, die muss man spielen‘. Aber es sind jetzt nicht die Spiele, wo es dann so extrem kribbelt“, so der Madrilene, der mit Real derzeit die Tabelle von LaLiga anführt.

Gibt es doch noch ein DFB-Comeback von Toni Kroos?

Ändern könne sich dies allerdings im kommenden Jahr, wenn in Katar die Weltmeisterschaft und damit das erste große Turnier nach seinem Rücktritt stattfindet.

„Wenn man weiß, was da gerade in einer Mannschaft so abläuft, dass man für ein Ziel da ist, glaube ich, dass man während einem Turnier dann schon mal sagt ‚boah, das Spiel wäre jetzt schon mal geil, wenn ganz Deutschland guckt“, verriet der viermalige Champions-League-Sieger, für den die Turniere und der einhergehende Nervenkitzel die Highlights des Nationalspieler-Daseins darstellten.

Bis dahin allerdings dürfte der 31-Jährige seine Entscheidung wohl nicht bereuen.