Wieder keinen Großen geschlagen!

Hansi Flick bleibt als Bundestrainer zwar unbesiegt, kommt aber mit seiner Mannschaft in Italien nicht über ein 1:1 hinaus. Sowohl der DFB-Coach als auch die Spieler waren nach der mageren Leistung äußerst kritisch. „Das ist nicht unser Anspruch“, sagte Flick, „wir können und wollen besser sein.“ Und Bayern-Star Joshua Kimmich ergänzte: „Das ist zu wenig!“ (Alle News und Hintergründe zur deutschen Nationalmannschaft)

Nach dem mageren Kick in Italien erhöhte Flick im Pressekonferenz-Raum des Stadio Renato Dall‘Ara den Druck auf seine Spieler: „Wir haben einen großen Kader.“, so der Ex-Bayern-Coach. „Wenn wir der Meinung sind, dass der eine oder andere nicht da ist, werden wir ihn rausnehmen. Wir werden am Dienstag die Mannschaft aufstellen, die dazu bereit ist, 100 Prozent Leistung zu bringen!“

Thomas Müller ist unter die YouTuber gegangen und versorgt dort seine Community fleißig mit Content. In seinem neuesten Video beantwortet der Bayern-Star die meistgestelltesten Google-Fragen.

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Rumms! So deutlich wurde Flick in seiner bisherigen Amtszeit als Bundestrainer noch nie. (BERICHT: Stimmen zu Italien – Deutschland)

Fingerzeig von Flick an seine Spieler

Ein klarer Fingerzeig in Richtung seiner Spieler: Alle müssen sich steigern. Auch wenn die kräftezehrende Saison in den Knochen der Spieler steckt und in Bologna unter schweren Bedingungen (drückend-schwüle Temperaturen um die 30 Grad) gekickt wurde – das alles will Flick nicht als Ausrede gelten lassen: „Die anderen Nationen haben die gleichen Bedingungen.“

Vor dem nächsten Nations-League-Kracher am Dienstag gegen England (ab 20.45 Uhr im SPORT1-Liveticker) zählt Flick also seine Spieler an. In München könnte der Ex-Bayern-Trainer nun seine Startelf verändern. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der Nations League)

DFB-Startelf? Diese Spieler müssen zittern

SPORT1 sagt, welche DFB-Stars jetzt zittern müssen:

Timo Werner: Der Chelsea-Stürmer blieb gegen Italien total blass. Von SPORT1 bekam er für seinen schwachen Auftritt die Note 5. Er hing sich zwar rein und versuchte viel, blieb aber ohne Erfolg. Der sensible Profi, der von Flick immer wieder Streicheleinheiten bekommt, hatte keine richtige Torchance. Man merkt ihm die fehlende Spielpraxis an. Bei Chelsea kommt er unter Thomas Tuchel nämlich nur von der Bank. Gut möglich, dass Teamkollege Kai Havertz gegen England aufläuft. Der Ex-Leverkusener hat schon oft als „falsche Neun“ gespielt und strahlt viel Torgefahr aus. (BERICHT: Das DFB-Team in der Einzelkritik)

Leroy Sané: Er bleibt ein großes Rätsel. Mal spielt der Bayern-Star herausragend, mal taucht er komplett ab. In Italien war letzteres der Fall. Sané (SPORT1-Note: 5) wirkte teilnahmslos, lamentierte bei misslungenen Aktionen. Vor allem in der Rückwärtsbewegung zeigte er Defizite. Auf SPORT1-Nachfrage wollte sich Flick nicht zur Leistung von Sané äußern: „Wer mich kennt, weiß: Ich nehme keinen Spieler raus. Die ganze Mannschaft ist in der Pflicht!“ Jamal Musiala, der in England aufgewachsen ist, könnte am Dienstag gegen die Three Lions den Vorzug erhalten. In Bologna wechselte Flick das Mega-Talent bereits positionsgetreu für Sané ein.


Henrichs und Kehrer in der Abwehr Wackelkandidaten

Benjamin Henrichs: Stand überraschenderweise in der Startelf, nutzte seine Chance aber nicht. Konnte weder offensiv noch defensiv Akzente setzen. Ihm fehlt offensichtlich die Qualität, um auf der ganz großen Bühne zu glänzen (SPORT1-Note 4). Jonas Hofmann dürfte gegen England wieder spielen. Der Gladbacher sorgte nach seiner Einwechslung sofort für frischen Wind und bereitete den Ausgleichstreffer vor.

Thilo Kehrer: Der Flick-Dauerbrenner startete auch in Italien wieder. Diesmal machte er allerdings kein gutes Spiel. Hing beim Gegentor mit drin und wackelte auch sonst. Von SPORT1 gab es die Note 4,5. Ihm merkte man an, dass er sich hinten rechts wohler fühlt als auf links. David Raum könnte gegen England zu seinem sechsten Länderspiel kommen. Der Hoffenheimer ist einer der Aufsteiger der vergangenen Saison und kann das DFB-Spiel mit seinem Offensivdrang beleben. (DATEN: Tabellen der Nations League)

Thomas Müller: Unter Flick ist der Bayern-Star eigentlich gesetzt. In Italien spielte Müller auf der Zehn hinter Werner, machte aber ein ganz schwaches Spiel (SPORT1-Note: 4,5). Ihm merkte man die lange Saison mit 45 Pflichtspielen für Bayern (38 Torbeteiligungen) an. Eine Option ist nun Marco Reus. Der BVB-Star (32 Torbeteiligungen in 41 Spielen), der sich von einem Infekt erholt hat, ist mittlerweile im DFB-Camp in Herzogenaurach angekommen. Flick schwärmt vom „Unterschiedsspieler“.