Nach seiner bitteren Verletzung bei den French Open fällt Alexander Zverev für einige Wochen aus.

Dabei hat er mit seinem Team noch kein genaues Comeback-Datum festgelegt. Das freut vor allem einen Konkurrenten auf der ATP-Tour: Nick Kyrgios.

Im Interview mit der Bild erklärt der Australier am Rande des ATP-Turniers in Stuttgart: „Ich weiß nicht, wie schwer seine Verletzung ist, aber ich wünsche Alex Zverev wirklich alles, alles Gute, dass er schnell wieder gesund wird und bald wieder ein Turnier spielen kann. Zugleich bin ich aber auch froh, dass er hier nicht spielt. Weil er eben sehr, sehr gut ist.“

In Abwesenheit des deutschen Tennis-Stars steigen schließlich die Chancen von anderen Spielern, auch große Erfolge zu feiern und wichtige Weltranglistenpunkte zu sammeln.

Wenngleich Kyrgios sagt: „An die Weltrangliste denke ich überhaupt nicht, ich schaue da gar nicht hin.“ Viel mehr will er sein Spiel machen, denn: „Ich weiß, dass ich jeden schlagen kann, auch bei den großen Turnieren.“

Kyrgios sieht sicht nicht als „Bad Boy“

Darüber hinaus hat sich der 27-Jährige auch zu seinem Image als Tennis-Rüpel geäußert. Dabei hat er wenig Verständnis, warum er so dargestellt wird. „Ich meine, dass mein Benehmen auf dem Platz überhaupt nicht böse ist. Ich mache gar nicht so verrückte Dinge. Ich habe schon so gespielt, als ich zehn Jahre alt war“, erläutert er.

Er bezeichnet sich viel mehr als „sehr emotional“ und will daran auch in der Zukunft nichts ändern. „Wenn ich gar keine Emotionen zeige, ist meine Energie sehr niedrig“, schildert Kyrgios.

Er hat dabei sogar die Theorie, dass die Fans genau das sehen wollen: „Ich glaube, dass die Zuschauer auch emotionale Spiele sehen wollen. Und wenn man ein Spiel verliert, dann ist man frustriert und sauer. Das ist normal, einfach nur menschlich.“ Deswegen findet er die Regeln für Wutausbrüche auch in Ordnung.