Am Freitagabend hat der diesjährige Champions-League-Sieger Manchester City im Finale der Klub-WM gegen den Copa-Libertadores-Sieger Fluminense Rio de Janeiro mit 4:0 gewonnen. Auch Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn schaute sich das Spiel live im Stadion an.

Doch für den 54-Jährigen schien es dabei nicht nur um das Spiel an sich zu gehen. Auf Instagram schrieb der gebürtige Karlsruher: „Ich nutzte die Gelegenheit, um nach dem Spiel mit Gianni Infantino über aktuelle Entwicklungen im Fußball zu sprechen.“

FIFA-Präsident Infantino steht schon seit längerer Zeit wegen seiner zügellosen Expansionspläne in der Kritik – wie die Vergabe der WM an Saudi Arabien oder die neue Klub-WM, die im Sommer 2025 zum ersten Mal stattfinden soll.

Drohung gegen Bayern? Kahn dementiert

Um was es in dem Gespräch zwischen Kahn und Infantino allerdings genau ging, ist derzeit noch unklar.

Bereits im Oktober war Kahn nach Saudi Arabien gereist und hatte über seine sozialen Kanälen die Entwicklungen im Wüstenstaat gelobt.

Die anschließende Kritik an seinen Aussagen ließ er nicht stehen. „Die Reaktionen in den sozialen Medien waren erwartbar“, sagte Kahn in einem Interview mit der Mediengruppe Münchener Merkur tz: „Ich bin grundsätzlich ein Freund davon, sich die Gegebenheiten selbst vor Ort genau anzuschauen, bevor man sich eine Meinung bildet. Die Welt ist etwas komplizierter als manche sie darstellen. Sie ist nicht nur schwarz und weiß.“

Am Donnerstag hatte der im Mai als Vorstandschef entlassene Kahn Berichte über eine Androhung einer juristischen Auseinandersetzung mit dem FC Bayern dementiert.

„Zur aktuellen Berichterstattung möchte ich mich abschließend äußern: Der FC Bayern und ich hatten im Sommer diesen Jahres vereinbart, dass wir unsere Zusammenarbeit beenden und wir auch in Zukunft respektvoll miteinander umgehen“, erklärte Kahn bei X. Der einstige Titan spielte damit auf einen Bericht der Sport Bild an, in dem behauptet worden war, dass Kahns Anwalt den Bayern eine Klage angedroht habe.