Franziska Preuß sieht sich trotz ihrer starken Leistungen in dieser Saison nicht als Aushängeschild der deutschen Biathletinnen. „Das mit der Frontfrau ist mehr so ein Mediending“, sagte die 26-Jährige im Gespräch mit Münchner Merkur und tz: „Ich bin dagegen der Meinung: Wir gehören zusammen, wir funktionieren als Mannschaft, da ist jede von uns wichtig.“

Preuß hat mit zwei Podestplätzen und insgesamt acht Top-Ten-Rängen Denise Herrmann in diesem Winter als Nummer eins im deutschen Team abgelöst. Doch sie sei „nicht der Typ, den es ins Rampenlicht drängt“, betont die Bayerin: „Wenn es von mir gefordert wird, dann nehme ich diese Rolle an ? erpicht bin ich aber nicht darauf.“

Auf der Pokljuka hat Preuß gute Chance auf ihre zweite WM-Einzelmedaille, als Zielsetzung mag sie das allerdings nicht ausgeben. „Ich würde mich in jedem Fall sehr darüber freuen“, sagte die Massenstart-Vizeweltmeisterin von 2015 lediglich: „Meine Basis ist ja nicht verkehrt. Es ist immer gut zu wissen, dass es in dieser Saison schon geklappt hat.“