Mit Blick auf ihre Historie könnten die Gegensätze kaum größer sein. England stand bei dem Titel von 1966 das letzte Mal in einem WM-Finale. Argentinien hingegen will den Titel von vor vier Jahren wiederholen.
Das WM-Halbfinale zwischen England und Argentinien steigt heute um 21 Uhr MESZ (im LIVETICKER). Stattfinden wird die Partie in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia. Das „Mercedes-Benz-Stadium“ in Atlanta fasst 68.239 Zuschauer.
WM: So verfolgen Sie das Halbfinale England – Argentinien heute live
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Thomas Tuchel ändert seine Startelf
Gut zweieinhalb Stunden vor dem Anpfiff sickerten in England Informationen zur Startelf der Three Lions durch, die rund 90 Minuten vor dem Anstoß auch bestätigt wurden: Morgan Rogers rückt auf dem rechten Flügel neu in die Anfangsformation. Der Offensivmann von Aston Villa erhielt – wie zuvor unter anderem von The Athletic und BBC berichtet – den Vorzug vor Noni Madueke.
Für Rogers ist es bei dieser WM der zweite Einsatz von Beginn an. Im Viertelfinale gegen Norwegen kam er kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit in die Partie. Am Treffer zum 2:1 in der Verlängerung war Rogers entscheidend beteiligt, seinen Distanzschuss konnte Örjan Nyland nur abklatschen lassen und Jude Bellingham staubte ab.
Argentinien-Star erstmals auf der Bank
Im Vergleich zum Viertelfinale gegen Norwegen nimmt Thomas Tuchel insgesamt drei Änderungen vor. In der Abwehr sind Djed Spence und Reece James anstelle von Ezri Konsa und Nico O’Reilly mit von der Partie.
„Wir müssen natürlich auf dem allerhöchsten Level spielen. Wir möchten die Agilität und Geschwindigkeit von Djed haben. Er war die letzten Spiele sehr stark“, sagte Tuchel vor Anpfiff. Eberechi Eze, der zunächst nur auf der Bank sitzt, sei nicht verletzt. Der deutsche Coach sprach von einer „sportlichen Entscheidung.“
Argentiniens Trainer Lionel Scaloni verzichtet auf Rodrigo de Paul und schickt stattdessen Giuliano Simeone von Beginn an aufs Feld. De Paul sitzt damit erstmals bei dieser WM zu Beginn nur auf der Bank.
England – Argentinien: Die Aufstellungen
- England: Pickford – James, Stones, Guéhi, Spence – Rice, Anderson – Rogers, Bellingham, Gordon – Kane
- Argentinien: E. Martínez – Molina, Romero, Li. Martínez, Tagliafico – Simeone, Paredes, Fernandez, Mac Allister – Messi – Álvarez
Englands steiniger Weg ins Finale
Tuchel äußerte trotz des Viertelfinalsiegs gegen Norwegen im Interview direkt nach dem Spiel Kritik an der Spielweise seiner Mannschaft – nicht aber an der Mentalität seiner Stars. Das kam bei Jude Bellingham und Co. nicht gerade gut an. Unrecht hat der Deutsche damit aber nicht.
Die „Three Lions“ zeigten nach dem furiosen Auftakt (4:2 gegen Kroatien) eher maue Darbietungen. Im Sechzehntelfinale gegen die DR Kongo musste man einen frühen Rückstand hinnehmen. Auch im Achtelfinale gegen Mexiko (3:2) und im Viertelfinale gegen Norwegen (2:1 nach Verlängerung) zeigte die Elf von Thomas Tuchel nicht unbedingt souveräne Leistungen.
Trotzdem hat man das WM-Halbfinale erreicht und steht vor dem größten Triumph seit der Weltmeisterschaft 1966. Lionel Messi und Co. wollen das natürlich verhindern.
Messi will seinen zweiten WM-Titel
Bei Argentinien dreht sich natürlich alles um Lionel Messi – aber das nicht ohne Grund. Der 39-Jährige spielt ein herausragendes Turnier, traf bereits achtmal und bereitete zwei weitere Tore vor. Messi steht vor dem dritten WM-Finale seiner Karriere und dem zweiten Titel nach 2022.
Aber auch Argentinien hatte in der K.o.-Runde gegen die Kapverden (3:2 nach Verlängerung), Ägypten (3:2) und die Schweiz (3:1 nach Verlängerung) enorm zu kämpfen. Die „Albiceleste“ ist zwar auf Kurs, hatte aber mehr Mühe als erwartet.