Überraschendes Novum bei der Wrestling-Liga WWE – geboren aus der Not: Zum ersten Mal in der Geschichte der Liga wird die Showkampf-Promotion eine offizielle Interimsträgerin für einen bedeutenden Titel küren.
Wie WWE kurz vor der aktuellen Episode der TV-Show Friday Night SmackDown bekanntgab, wird WWE-Damenchampion Rhea Ripley aufgrund eines Meniskusrisses nicht rechtzeitig fit für den Sommerhöhepunkt SummerSlam am 1. und 2. August. Um den Fans trotzdem ein großes Titelmatch zu bieten, wird in Minneapolis ein Interims-Champion gekrönt – in einem Leitermatch mit fünf Teilnehmerinnen.
WWE kürt erstmals Interimschampion in einem Hauptkader
Das Stilmittel des Interimschampions ist aus dem Boxen und vor allem aus dem MMA-Bereich bekannt. Bei der UFC werden regelmäßig Interimschampions gekürt, wenn Titelträger aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht für große Events verfügbar sind.
Bei WWE – seit 2023 unter demselben Banner wie die UFC aktiv – gab es dergleichen bis jetzt noch nicht, zumindest nicht auf großer Bühne: Der einzige vergleichbare Fall ereignete sich während der Corona-Pandemie im Aufbaukader NXT. Die Liga kürte damals einen Interims-Cruiserweight-Champion, als der damalige Titelträger Jordan Devlin (JD McDonagh) wegen der Reisebeschränkungen in der irischen Heimat festsaß. Später gab es einen Vereinigungskampf.
Dasselbe Szenario soll es nun auch geben: Die Interims-Titelträgerin, die beim SummerSlam gekürt werden solle, soll zu gegebener Zeit auf Ripley treffen. Bei SmackDown qualifizierten sich die ersten Teilnehmerinnen für das Leitermatch: Tiffany Stratton mit einem Sieg über Jacy Jayne und Ex-Champion Jade Cargill, die Nia Jax durch Disqualifikation besiegte.
Weil Jax das Match wegen eines Eingriffs von Charlotte Flair verlor, bekommt sie kommende Woche eine neue Chance – und trifft in einem neuen Qualifikationsmatch auf die Tochter der Ikone Ric Flair.