Personal-Coup für WWE-Konkurrent All Elite Wrestling: Eine absolute Wrestling-Ikone wird in Kürze ihr Debüt für AEW feiern – und der Liga allem Anschein nach auch über einen längeren Zeitraum erhalten bleiben.
Bei der aktuellen Ausgabe der TV-Show Dynamite hat AEW verkündet, dass Hardcore-Legende Mick Foley am Wochenende bei dem Pay Per-View Double or Nothing in New York auftreten wird – und alle Zeichen deuten auf ein längeres Engagement hin. Ligaboss Tony Khan sprach von Foleys „erstem Abend in der Promotion“.
Foley – großer Rivale und Weggefährte von Stars wie Dwayne „The Rock“ Johnson, dem Undertaker und dem heutigen WWE-Vorstand „Triple H“ Paul Levesque – hatte sich Ende 2025 öffentlich von seinem langjährigen Arbeitgeber WWE abgewandt, aus Verärgerung über die politischen Verbindungen zwischen WWE und US-Präsident Donald Trump.
Mick Foley hat sich von WWE abgewandt – wegen Donald Trump
Der 60-Jährige hatte im Dezember angekündigt, seinen in diesen Tagen auslaufenden WWE-Vertrag nicht zu verlängern und sein Verhältnis zu WWE auf Eis zu legen. Er wolle nicht länger eine Firma repräsentieren, „die einen Mann verhätschelt, der kein Mitgefühl hat und unser Land in Richtung Autokratie marschieren lässt“.
Trump und WWE pflegen seit Jahrzehnten eine Geschäftsbeziehung, die sich auch in personellen Verquickungen ausdrückt: Levesque ist Teil einer Regierungsinitiative des Trump-Kabinetts für Fitness und Ernährung und erschien mehrfach im Weißen Haus. Levesques Schwiegermutter Linda McMahon – Ehefrau des skandalbehafteten WWE-Gründers und Trump-Kumpels Vince McMahon – ist amtierende Bildungsministerin.
Foley – in seinen Rollen als Mankind und Cactus Jack einst einer der größten Ringrivalen von Triple H – sieht derweil Trump schon länger kritisch. Das Fass zum Überlaufen brachte nach Foleys Angaben Trumps öffentliches Statement zum Mord an dem Hollywood-Regisseur Rob Reiner („Harry & Sally“, „Eine Frage der Ehre“) und dessen Ehefrau Michele.
Trump hatte den Mord in einem Post auf dem Portal Truth Social darauf zurückgeführt, dass Reiner sein privates Umfeld mit seiner „krankhaften“ Anti-Trump-Einstellung „verrückt“ gemacht hätte. Wegen des Mordes am Ehepaar Reiner ist deren Sohn Nick angeklagt, seine Tat wird auf psychische Probleme und Drogenmissbrauch zurückgeführt.
Foley erklärte vor diesem Hintergrund, dass er sein Engagement bei WWE bei aller bleibenden Wertschätzung für die Liga nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren könne.
Foley als Moderator bei AEW – mehr scheint im Busch
Für AEW fungiert Foley am Sonntag zunächst als Moderator der Preshow von Double or Nothing. Es sieht aber so aus, als ob mehr in Planung ist – AEW hat bereits angedeutet, dass Foley sich in die World-Title-Fehde zwischen Champion Darby Allin und Ex-Titelträger MJF einschalten dürfte. Die langjährigen Rivalen Allin und MJF treffen in einem „Hair vs. Title Match“ aufeinander, Allin setzt den Titel aufs Spiel, MJF seine Haare.
Foley und MJF – die beide aus dem Raum New York stammen – haben eine Vorgeschichte: Foley hatte vor einigen Jahren geplant, für eine Fehde mit MJF aus dem Ruhestand zu kommen, blies es jedoch aus gesundheitlichen Gründen ab.
Nachdem Gerüchte um ein AEW-Engagement Foleys schon vor einiger Zeit hochgekocht waren, hatte MJF Foley in Interviews beleidigt – es sieht so aus, als ob das schon Teil der sich anbahnenden Story war.