Exakt drei Wochen vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft ist es soweit: Bundestrainer Julian Nagelsmann hat seine 26 Spieler bekanntgegeben, die versuchen sollen, den fünften Stern für Deutschland zu holen.
Auf der PK begründete Nagelsmann, warum er sich für seinen WM-Kader entschieden hat.
SPORT1 begleitete die Pressekonferenz im Liveticker. Die besten Aussagen des Bundestrainers zum Nachlesen.
+++ Nagelsmann begründet Sané-Entscheidung +++
Im Verein konnte Leroy Sané zuletzt bei Galatasaray nur selten überzeugen. Trotzdem baut Nagelsmann weiter auf ihn: „Mit der Quote gebe ich Ihnen auf Vereinsebene recht, die gerade in 2026 war generell zu wenig. Bei der Nationalmannschaft hat er in den letzten vier Spielen fünf Scorer gesammelt – Tore und Vorlagen. Natürlich muss ich als Nationaltrainer auch die Leistung in der Nationalmannschaft bewerten und die Quote der letzten vier Spiele ist sehr gut. Trotzdem ist er ein Spieler, der sehr kontrovers diskutiert wird. ABER: Er hat eine extrem hohe Anerkennung innerhalb der Mannschaft. Ich sage mal nur drei Beispiele: Antonio, Jona, Jamal und da kann ich noch 15 andere nennen, die eine extrem enge Bindung zu ihm haben. Und da auch eine Symbiose entsteht im Team Gefüge. Aber die nicht so gute Quote im Verein führt dazu, dass er jetzt auch vielleicht erstmal eine Herausforderer-Rolle hat. Und ein weiterer Punkt ist auch, dass ich ihn schon ewig kenne, einen super Draht zu ihm habe und ich mir zutraue den Spieler so zu kitzeln, dass am Ende der WM deutlich mehr positive Stimmen über ihn fallen werden, als negative.“
+++ Das sprach gegen Kleindienst und Füllkrug +++
Zwei verdiente DFB-Stürmer fehlen mit Tim Kleindienst und Niclas Füllkrug ebenfalls im Aufgebot. „Das Thema bei Tim Kleindienst ist ganz klar die Verletzung. Er war jetzt fast ein Jahr raus. Er ist ein Spieler, der seinen Rhythmus braucht und auch eine gewisse Frische und seiner Arbeitsmentalität. Ich hätte ihn sehr gerne dabeigehabt, weil er auch als Typ einen tollen Eindruck hinterlassen hat. Aber das konnten wir nach der langen Verletzungszeit einfach nicht machen. Bei Fülle ist es schlichtweg einfach die Quote. Er hat eigentlich bei Milan und auch bei West Ham das Profil gehabt, was wir brauchen: Ein Einwechselstürmer, der am Ende die Spiele noch entscheiden kann. Aber er hat in dieser Saison ganz wenige Tore geschossen in den letzten zwei Jahren“, begründete Nagelsmann.
+++ Diese Argumente sprachen für Amiri +++
Eine der Überraschungen im Kader ist ganz sicher Nadiem Amiri. Bundestrainer Nagelsmann erklärte, was für den Mainzer sprach: „Nadiem ist ein Spieler, den kenn ich seitdem er 16,17 ist. Wir haben eine lange Historie zusammen und er spielt eigentlich schon immer gleich von seiner Art und Weise. Er ist ein Spieler, anders als so ein alter Dieselmotor, der braucht keine Anlaufphase. Er muss sich nicht erwärmen, bis es losgeht, sondern der ist wie ein Elektromotor direkt angezündet, hat direkt Drehmoment. Nadiem ist einer, der einfach immer Emotionen hat, der immer gewinnen will. Wenn er 10min spielt, die 10min durchpowert. Wenn er 90min spielt, die 90min durchpowert. Er ist immer am Limit unterwegs. Natürlich wird er erstmal eine Backuprolle haben, aber er wird Einsatzzeiten kriegen da bin ich mir sicher. Er ist für Gegner super nervig, weil er immer auf dem Gaspedal ist. Das hat er schon gemacht zu Ludwigshafener Zeiten, dann als wir ihn nach Hoffenheim geholt haben. In der U19 war er schon so und das ging in seiner Profikarriere genauso weiter. Dass er immer Bock hat ein Spiel zu gewinnen und immer am Limit unterwegs ist und das brauchen wir und deshalb freue ich mich sehr, dass er dabei ist. Und da kann Nadiem sich auch bei seinem Trainer bedanken, also nicht bei mir, sondern seinem Vereinstrainer, dass er dabei ist. Aber in erster Linie natürlich bei sich selbst.“
+++ Deshalb entschied sich Nagelsmann für Beier statt Adeyemi +++
Bei einer Entscheidung musste sich der Bundestrainer zwischen den BVB-Teamkollegen Maximilian Beier und Karim Adeyemi entscheiden: „Im Vergleich zu Karim hat Maxi in dieser Saison einfach deutlich mehr gespielt. Karim hatte eine sehr gute Hinrunde, in der Rückrunde hat dann leider nicht mehr so viel geklappt. Da muss ich aber auch nochmal deutlich für Karim eine Lanze brechen, weil er ja immer einen negativen Ruf hat. Menschlich, wie er das aufgefasst hat und reagiert hat, war wirklich top. Das hat er wirklich gut gemacht. Zu Maxi: Als Trainerteam versucht man sich Szenarien auszumalen, wann man vielleicht einen Spieler einwechselt und für welche Situationen. Maxi verkörpert da mit seiner Mentalität sehr viel. Wir werden zwar prinzipiell nicht auf Konter spielen, aber wenn du führst, kontert man vielleicht doch immer mal wieder. Und was brauchst du dann zusätzlich zu Spielern, die stark im Konter sind, eben auch Spieler, die sich die Lunge aus dem Leib rennen und vorne die Innenverteidiger attackieren. Das macht Maxi bei Dortmund in jedem Spiel. Er läuft immer an die 13 Kilometer und hat eine extrem viele Läufe im vollen Tempo. Er verkörpert einfach viel von dieser deutschen Arbeitermentalität. Er läuft viel und arbeitet viel, so wie wir die deutsche Nationalmannschaft sehen wollen.“
+++ Diese Argumente sprachen gegen Mittelstätdt und Führich +++
Nicht mit zur WM fahren die Stuttgarter Maximilian Mittelstädt und Chris Führich: „Die sind beide formstark und haben gute Schritte gemacht in der Rückrunde. Die gehören auch zu den absoluten Härtefällen.“
Darum reichte es nicht für Mittelstädt: „Bei Maxi, da bin ich ehrlich, das tut mir auch extrem weh und leid, weil er eine tolle Entwicklung genommen hat. Und weil er auch ein Spieler ist, der sich – er war ja bei der EM dabei und dann danach längere Zeit nicht – in jedem Interview immer extrem positiv über die ganze Thematik geäußert hat. Auch positiv gesagt hat, dass wir ihm das begründen. Er hat immer eine ganz, ganz menschliche Art gehabt. Das fand ich herausragend, das weiß er auch. Das finde ich super, wenn ein Spieler damit so umgeht, und er hat sich sportlich nicht viel vorzuwerfen. Die Thematik ist, dass ein David und auch ein Nene Brown sich sportlich nichts vorzuwerfen haben und der Maxi in der Phase einmal kurz geschwächelt hat, als es Richtung WM-Quali ging. Dann war er nicht im Kader und die anderen beiden haben es auf Klubebene, aber auch bei uns sehr gut gemacht. Dann ist es schwer, wenn zwei eine stabile WM-Quali spielen, einen davon rauszunehmen. Wir haben lange getüftelt, ob wir den Switch anders machen können, um vielleicht Maxi noch als dritten Linksverteidiger mitzunehmen. Aber dann verlierst du natürlich – und das ist die Krux an der Kaderplanung – irgendwo einen Offensivspieler, wenn du noch einen Linksverteidiger mitnimmst. (…) Er hätte es auch verdient, dabei zu sein, aber die anderen beiden leider auch.“
Darum reichte es nicht für Führich: „Ich kann auch nur ein Kompliment aussprechen, wie er reagiert hat. Er wird auch am Samstag im Pokalfinale ein tolles Spiel machen, hat eine sehr gute Rückrunde gespielt. Der Grund war, dass er bei uns leider aus seiner Sicht nie das VfB-Gesicht zeigen konnte. Er hat bei uns nie schlecht trainiert, nie schlecht gespielt, aber dieses komplett Befreite, auch vom Standing her, was er beim VfB hat, hat er bei uns leider nie zu hundert Prozent erreicht – und da müssen wir uns einfach entscheiden. Es gibt mehrere direkte Konkurrenten. Jamie ist einer, der eine große Positionsvariabilität hat. (…) Dann haben wir uns entschieden, ihn mitzunehmen, weil er einfach ein paar mehr Positionen abdeckt. Das sind Nuancen, die dazu geführt haben.“
+++ Nagelsmann begründet Stiller-Nominierung +++
Mit Angelo Stiller sprang auch ein Spieler mit auf den WM-Zug, der während der Länderspiel-Phasen in der Vergangenheit nicht immer nominiert wurde. Jetzt klärt der Bundestrainer auf, warum der Stuttgarter final doch dabei ist: „Angelo hatte im letzten Lehrgang im März eine sehr schwere Situation. Er war eigentlich nicht nominiert, aus Gründen, die er kennt. Wir hatten dann ein sehr gutes Gespräch vor Ort als er nachnominiert wurde. Ich habe ihm die Dinge gesagt, die ich für wichtig ansehe, um seine Rolle wieder besser dastehen zu lassen als davor. Dann hat er die beiden Spiele bekommen und hatte extremen Druck. Nicht von mir, den hat er sich natürlich selbst gemacht. Er wusste, er war nicht nominiert. Und wenn er ganz schlecht gespielt hätte, wäre die Nominierung natürlich schwerer geworden. Er hat die beiden Spiele sehr gut gemacht, mit einer guten Ruhe. Er hat sich den Druck und die Nervosität nicht anmerken lassen. Ich war super zufrieden mit seiner Leistung und wie er sich beim Lehrgang gegeben hat. Wenn wir über zwei tiefe Sechser reden, mit Pavlovic und ihm, dann sind das die zwei stabilsten Sechser, die wir in der Liga haben. Da ist Angelo absolut berechtigterweise im Kader, weil er es durch absolut stabile Leistungen verdient hat.“
+++ So denkt Nagelsmann über seine Kommunikation der vergangenen Wochen +++
Nicht nur die Entscheidung, Manuel Neuer wieder mit zur WM zu nehmen, sorgt für viel Gesprächsstoff, sondern auch die Art und Weise der Kommunikation in den vergangenen Wochen. Auch Nagelsmann hinterfragt sich dabei selbst, wie er zugab: „Generell bin ich über weite Strecken fein mit meiner Kommunikation. Es gibt aber immer, die man in der Retroperspektive betrachtet und denk, das hätte ich besser machen können. Das heißt aber nicht, dass eine mögliche andere Herangehensweise wirklich zu einem besseren Ergebnis geführt hätte. Natürlich versuchst du bei einem Gespräch im März die Dinge klar ins Gesicht zu sagen, aber eben nur die Dinge, die du sicher weißt und die Dinge, die du planst. Im Fußball gibt es aber Dinge, die sich in zwei, drei Wochen entwickeln können. Man kann acht Wochen vorher nicht immer alles vorhersehen. Ich versuche immer ehrlich zu bleiben, zu den Spielern. Aber man kann immer diskutieren, ob das am Ende der perfekte Weg war. Das weiß ich nicht.“
Unehrlich zu Baumann? Das sagt Nagelsmann
+++ Nagelsmann spricht über die Form von Musiala +++
Wichtig für die WM wird ganz sicher auch Jamal Musiala, bei dem Nagelsmann sicher ist, dass er bis zur WM zu seiner Bestform findet: „Jamal ist immer besser in Fahrt gekommen und wird immer mehr zu dem Spieler, der er vor seiner Verletzung war. Er hat immer noch genügend Zeit und auch zwei Testspiele, um Rhythmus zu sammeln. Aber selbst wenn der Jamal nur bei 95 % wäre, ist er immer noch einer der außergewöhnlichsten Spieler, die dieser Planet hat. Von dem her sind wir unfassbar froh, dass uns Jamal zur Verfügung geht. Er hat physisch nochmal zugelegt, ist robuster geworden. Auch das wird seinem Spiel nochmal guttun, wenn vielleicht fußballerisch am Anfang nicht zu 1000 % klappen wird.“
+++ Darum wartete Nagelsmann so lange auf Nmecha +++
Mit dabei ist Dortmunds Felix Nmecha, der Teile der Rückrunde mit einer Verletzung verpasste. Für Nagelsmann war allerdings klar, dass er voll auf den Mittelfeldspieler setzt, sollte dieser fit werden: „Felix hat auch in seiner Rehaphase einfach gut gearbeitet und gut trainiert. Hat seine Muskulatur nochmal aufgebaut, hat eine extreme Stabilität im Knie gewonnen, mehr als eigentlich davor. Und bei seinem 20-Minuten-Einsatz, als ich im Stadion war, war seine erste Aktion nach neun Wochen Verletzung eine Aufrdreh-Aktion plus 40m Tempodribbling. Und da habe ich schon gesagt: Okay, das passt der ist wieder da! Im letzten Spiel hat er 90min geschrubbt. Auch das hat er sehr gut verkraftet. Es ist ein Top-Spieler, der alles mitbringt, einer der besten Mittelfeldspieler der Welt zu sein. Er hat so viel Talent, so viel Speed, so viel Dynamik. Er ist gesund, er ist fit und hat keine Probleme und wird uns extrem helfen ein gutes Turnier zu spielen.“
+++ Unterschiede zwischen Baumann und Neuer +++
Bundestrainer Nagelsmann spricht anschließend auch darüber, was Neuer und Baumann seiner Meinung nach unterscheiden: „Das, was der Manu hat, das habe ich nicht und das hat auch der Oli eher weniger. Er hat unglaublich viele Titel gewonnen und einfach eine Aura, einen extrem großen Namen. Da habe ich mich mit ins Boot genommen, dass der Oli sich nicht degradiert fühlt. Der Manu hat etwas, was ihn umgibt aufgrund der Erfolge, was auch der Mannschaft hilft. Wenn es am Ende viele Spiele werden, sind wir glücklich, wenn aber mal ein Spiel wegfällt, weil er Probleme hat, das kann passieren. Dann haben wir mit Oli einen Torhüter, der es genauso gut machen wird.“
+++ So reagierte Baumann auf die Neuer-Entscheidung +++
Leittragender der Rückkehr von Manuel Neuer ist definitiv Oliver Baumann, der seinen Status als deutsche Nummer eins verliert. Nagelsmann klärte auf, wie Baumann auf die Entscheidung reagierte: „Wir haben Oli schon im März gesagt, dass ich ein Treffen mit dem Manu hatte nach der Verletzung von Marc-André ter Stegen, der das Turnier leider nicht spielen kann wegen seiner Verletzung. Weil Manu ein unheimlich verdienter Spieler ist und wir als Pflicht angesehen haben, alles zu bewerten. Natürlich ist die Entscheidung am Ende ein Schlag für den Oli gewesen. Das ist auch verständlich. Sowas ist nie eine schöne Nachricht. Am Ende ziehe ich vorm Oli den Hut. Er hat eine sehr gute Saison, auch in den letzten vier Wochen, wo das Thema, nicht von mir, aber aufgrund der Fußball-Welt eine Dynamik genommen hat und der Oli so eine schwere Zeit hatte. Er hat viele Fragen bekommen und hatte medial extrem viel um die Ohren. Trotzdem hat er für Hoffenheim stark gespielt und das Team wäre fast in die Champions League gekommen. Er hat sich in den Telefonaten mit mir auch extrem zur Mannschaft bekannt und betont, dass er diese nie im Stich lassen würde. Wir haben eine ähnliche Situation, wie bei Bayern. Wenn er spielt, hilft er der Mannschaft natürlich, aber auch wenn er mal nicht gespielt hat, hat er der Mannschaft geholfen. Die Situation kann es bei uns auch geben. So verblendet kann man nicht sein. Deshalb war es mir wichtig, dass ich dem Oli trotz der negativen Nachrichten, mein vollstes Vertrauen ausspreche. „
So reagierte Baumann auf seine Degradierung
+++ Darum verzichtet Nagelsmann auf Bischof +++
Nicht mit dabei ist Tom Bischof. „Bei Tom ist es so: Er hat eine große Konkurrenz auf seiner Position. Er hat bei Bayern oft auch auf einer anderen Position gespielt, als die die wir jetzt zwingend bei uns brauchen. Die Einsätze, die er hatte, waren durchweg gut. Er hat natürlich in vielen entscheidenden Spielen nicht gespielt, weil der Kader einfach sehr, sehr gut ist. Trotzdem muss man auch bisschen einordnen spielt der Spieler bei einem ganz, ganz großen Klub oder bei nicht so einem großen Klub. Ich habe ihm gesagt, dass er super nah dran war. Auch sein Name haben wir bis zuletzt diskutiert. Und er weiß auch, dass ich viel von ihm halte. Trotzdem hat er insgesamt knapp über 30 % Spielzeit und die wird sicherlich irgendwann mehr werden, weil er ein sehr guter Spieler ist. Wenn alles normal läuft, wird er auch Turniere für den DFB spielen – auch nicht nur für die U21, sondern auch für die A-Nationalmannschaft. Ich halte sehr viel von ihm menschlich und auch als Fußballer. Er hat auch gut reagiert. Natürlich war er traurig und gefrustet, wie alle denen ich absagen musste, aber er hat noch eine große Zukunft vor sich“, begründete Nagelsmann.
+++ So begründet Nagelsmann die Neuer-Nominierung +++
Manuel Neuer ist tatsächlich im WM-Kader dabei und das als Nummer eins, wie Nagelsmann bestätigte: „Ja, so plane ich. Bei den Torhütern liegt die Hauptaufgabe eines Trainers wirklich die drei besten Torhüter mitzunehmen. Da haben wir uns dazu entschieden, dass zu den drei besten Torhütern des Landes eben der Alex, der Oli und auch Manu gehört. Deswegen haben wir uns dazu entschieden ihn zu kontaktieren und zu fragen, ob er nochmal für die Nationalmannschaft spielen möchte. Natürlich stand das sportliche qualifizieren über alles, aber auch wie es mit seiner Vertragssituation aussieht, also ob er überhaupt weiterspielt. Er hat sich ja relativ spät erst entschieden, dass er weitermacht. Das war schon eine Voraussetzung für uns, ob es beim ihm überhaupt weitergeht und bei Bayern bleibt, oder ob er sagt, das war es für mich mit dem Fußball. Dann waren es viele Gespräche im Trainerteam. Ich glaube , jeder weiß, welche Aura den Manu umgibt und welche Qualitäten er der Mannschaft gibt. Deswegen ist er verdientermaßen dabei. Wir planen mit ihm als Nummer 1 mit dem Wissen, dass wir eine Weltklasse 1B in der Hinterhand haben.“
+++ Urbig reist als Trainings-Torhüter mit +++
Neben der drei nominierten Torhüter Oliver Baumann, Manuel Neuer und Alexander Nübel reist auch Jonas Urbig mit zur WM, wird aber nicht zum Kader gehören. „Wir wollen im Training einen vierten Torhüter dabei haben, der sich in alles reinwirft und Vollgas gibt. Er hat es bei Bayern sowohl im Spiel, aber auch im Training sehr gut gemacht. Der zweite Punkt ist, dass wir natürlich große Distanzen hinlegen müssen. Da auf bestimmte Situationen reagieren zu können und wen nachzunominieren ist aufgrund der Entfernung zu Deutschland sehr schwer. Viele Spieler wollen zudem nach dem Training gerne noch aufs Tor schießen, dafür ist es auch gut die Belastung auf mehrere Schultern bei den Torhütern zu verteilen. Jonas ist verdientermaßen dabei, steht zwar nicht im offiziellen Kader, wird die Rolle aber sehr gut machen.“
+++ Nagelsmann zum Kader +++
„Der aller wichtigste Punkt ist Überzeugung. Wir brauchen 26 Spieler, die voller Überzeugung für Deutschland spielen und in der Lage sind ein tolles Turnier spielen. Wir müssen als Gruppe funktionieren. Das war ein ganz wichtiges Thema in den letzten Monaten. Wir haben ein paar neue dabei, aber auch viele bekannte Gesichter.“
+++ Der deutsche Kader im Überblick +++
TOR: Oliver Baumann (TSG Hoffenheim), Manuel Neuer (Bayern München), Alexander Nübel (VfB Stuttgart); ABWEHR/MITTELFELD: Waldemar Anton (Borussia Dortmund), Nathaniel Brown (Eintracht Frankfurt), Pascal Groß (Brighton & Hove Albion), Joshua Kimmich (Bayern München), Felix Nmecha (Borussia Dortmund), Aleksandar Pavlovic (Bayern München), David Raum (RB Leipzig), Antonio Rüdiger (Real Madrid), Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund), Angelo Stiller (VfB Stuttgart), Jonathan Tah (Bayern München), Malick Thiaw (Newcastle United); ANGRIFF: Nadiem Amiri (FSV Mainz 05), Maximilian Beier (Borussia Dortmund), Leon Goretzka (Bayern München), Kai Havertz (FC Arsenal), Lennart Karl (Bayern München), Jamie Leweling (VfB Stuttgart), Jamal Musiala (Bayern München), Leroy Sané (Galatasaray Istanbul), Deniz Undav (VfB Stuttgart), Florian Wirtz (FC Liverpool), Nick Woltemade (Newcastle United)
+++ Es geht los +++
Julian Nagelsmann betritt die Pressekonferenz. In wenigen Minuten wissen wir, auf welche 26 Akteure der Bundestrainer bei der Weltmeisterschaft setzt.
+++ DFB gab 12 Spieler schon vorab auf Social Media bekannt +++
Noch bevor Julia Nagelsmann sein gesamtes Aufgebot verkündete, hatte der DFB am Donnerstagmorgen bereits selbst zwölf Spieler über die Sozialen Medien verkündet. Dazu zählen bislang Joshua Kimmich, Deniz Undav, Nico Schlotterbeck, Kai Havertz, Jamal Musiala, Jamie Leweling, Nathaniel Brown, Aleksandar Pavlovic, David Raum, Nadiem Amiri, Maximilian Beier und Leon Goretzka.
+++ PK mit Nagelsmann heute LIVE: So verfolgen Sie die Bekanntgabe des WM-Kaders +++
- Free-TV: Sky Sport News
- Live-Stream: SPORT1 (YouTube)
- Live-Ticker: SPORT1
+++ WM-Kader: Neuer wohl vor DFB-Rückkehr +++
Das größte Brennglas dürfte dabei wohl sicher auf der Torhüter-Position liegen: Wie bereits am Mittwoch durchgesickert war, soll sich der Bundestrainer entschieden haben, Bayern-Kapitän Manuel Neuer ins DFB-Team zurückzuholen und Oliver Baumann zur Nummer zwei zu degradieren.
Dahinter werden wohl Alexander Nübel und Jonas Urbig mitfliegen. Nachdem Nagelsmann in der Vergangenheit mehrmals das Vertrauen in Baumann ausgesprochen hatte, dürfte es eine große Herausforderung für den Bundestrainer werden, eine Neuer-Rückkehr angemessen und glaubhaft zu moderieren.
+++ Schafft es Sané zur WM? +++
Während etliche Kaderplätze de facto fest vergeben sind, herrscht auf ein paar Positionen noch etwas Unklarheit. Ob etwa Leroy Sané trotz schwacher Monate bei Galatasaray Istanbul noch ein WM-Ticket erhält, ist ebenso ungewiss wie eine mögliche Nominierung der Stuttgarter Chris Führich, Josha Vagnoman oder Maximilian Mittelstädt.