Emma Aicher hat ihren rasanten Aufstieg zum Ski-Shootingstar reflektiert und glaubt, die entscheidende Zutat für ihr persönliches Erfolgsrezept gefunden zu haben. „Ich will schon die Beste werden, so ist es nicht. Aber ich glaube nicht, dass ich eine von den Besten werden kann, wenn ich keinen Spaß daran habe, an dem, was ich tue“, sagte die zweimalige Olympiazweite der Augsburger Allgemeinen.

„Das merke ich auch an anderen Sachen, die ich mache: Wenn ich keinen Spaß habe, dann ist die Motivation nicht da“, ergänzte Aicher (22) und betonte: „Mir war schon ziemlich früh klar, dass ich Skifahren will, und ich habe alles dafür getan.“

Ski-Ass Emma Aicher will einfach Spaß am Skifahren haben
Ski-Ass Emma Aicher will einfach Spaß am Skifahren habenSki-Ass Emma Aicher will einfach Spaß am Skifahren haben© picture-alliance/TT News Agency/SID/PONTUS LUNDAHL

Ihr kometenhafter Aufstieg in der vergangenen Saison sei ihr zwar nicht zu schnell gegangen, nach dem Ende des Wettkampfwinters aber habe sie gemerkt: „Wow, da ist schon ein bisschen was passiert. Aber genau dafür mache ich das ja alles, ich will ja erfolgreich sein.“

Aicher: „Das wäre ja langweilig“

Geht das jetzt alles so weiter? „Es stehen so viele schnelle Mädels am Start“, meinte Aicher: „Ich weiß, dass ich Skifahren kann, aber bei der Konkurrenz muss man immer sein Bestes geben.“ Dazu gehöre auch die Arbeit mit einem Mentaltrainer – auch, um Erfolg wie Misserfolg schneller abzuhaken.

All dies geschehe während der Saison „in einem hohen Tempo“, sagte Aicher, die Allrounderin: „Allerdings wäre es ja langweilig, wenn ich wie eine Spezialistin nur neun Rennen pro Saison fahren dürfte.“