Neureuther wehrt sich gegen Vorwürfe

von SPORT1
Neureuther wehrt sich gegen Vorwürfe

Neureuther wehrt sich gegen Vorwürfe

Felix Neureuther wird vorgeworfen, Morddrohungen gegen einen Schweizer Skirennläufer verharmlost zu haben. Das lässt der TV-Experte nicht auf sich sitzen.

Felix Neureuther hat sich gegen schwere Vorwürfe zur Wehr gesetzt. Der ehemalige Weltklasse-Skiläufer reagierte damit auf persönliche Nachrichten, Social-Media-Kommentare und Medienberichte, wonach er Morddrohungen gegen den Schweizer Abfahrer Urs Kryenbühl verharmlost hätte. (DATEN: Alle Ski-Weltcup-Rennen LIVE im SPORT1-Ticker)

„Sag mal, geht‘s eigentlich noch?! Von Morddrohungen distanziere ich mich ganz, ganz klar. Damit ist auch nicht zu spaßen“, betonte der 37-Jährige am Freitag in einem Video auf Instagram.

Neureuther hatte während der Übertragung des Super-G in Bormio am 29. Dezember in der ARD gesagt: „Aber gut, ich mein er hätte sich ja auch impfen lassen können. Aber mit Morddrohungen ist es natürlich nicht getan. Da muss man schon die Kirche im Dorf lassen.“ (DATEN: Rennkalender des Ski-Weltcup)

Neureuther und Schmelzer sprechen über Morddrohungen gegen Kryenbühl

So antwortete er auf einen Satz von Kommentator Bernd Schmelzer, der von Morddrohungen gegen Kryenbühl, die dieser aufgrund seines Impfstatus erhalten hatte, berichtet hatte. „Da schießt dann doch der ein oder andere ein bisschen übers Ziel hinaus“, hatte Schmelzer gesagt.

Kryenbühl ist einer von wenigen Alpin-Stars, die nicht geimpft sind und deshalb an den Rennen in Kanada nicht teilnehmen durften.

Nach Kritik an diesen Aussagen sah sich Neureuther nun zu einer Klarstellung gezwungen. „Das einzige, was ich gesagt habe, ist, dass er sich hätte impfen lassen können. Das ist auch meine Meinung“, erklärte der frühere Slalom- und Riesenslalomfahrer. (DATEN: Alle Ergebnisse des Ski-Weltcups)

Felix Neureuthers Statement im Wortlaut:

„Ich muss jetzt mal was klarstellen, weil mir ein paar Leute geschrieben haben, dass ich es anscheinend befürwortet hätte, dass Urs Kryenbühl – das ist ein Schweizer Skirennfahrer – Morddrohungen bekommen hat, weil er nicht geimpft ist. Sag mal, geht‘s eigentlich noch?! Von Morddrohungen distanziere ich mich ganz, ganz klar. Damit ist auch nicht zu spaßen. Habe ich selbst schon mal bekommen, nicht lustig und so weiter, das kann ich euch sagen. Ob geimpft oder nicht geimpft, völlig wurscht. Das einzige, was ich gesagt habe, ist, dass er sich hätte impfen lassen können. Das ist auch meine Meinung. Weil wenn du als Sportler heutzutage das Privileg hast, deinem Job nachzugehen, Leute zu treffen, in der Weltgeschichte rumzureisen und so weiter, dann glaube ich, dass es wichtig ist, diese Vorbildfunktion zu nutzen und als Vorbild voranzugehen. Ich hoffe, dass meine Meinung respektiert wird. Ich respektiere auch Leute, die geimpft sind und die nicht geimpft sind. Alles gut, es ist jedem seine freie Entscheidung. Jetzt hoffe ich, dass es bald wieder um den Sport geht, weil das versuchen wir den Kindern so gut wie möglich beizubringen.“