Eigentlich wollte Sophie Chauveau vor einem geplanten Trainingslager mit der französischen Nationalmannschaft bei einer Mountainbike-Tour den Kopf frei bekommen. Der Ausflug sollte für die 27 Jahre alte Biathletin jedoch in der Notaufnahme enden.

Grund für den Krankenhausaufenthalt war ein Zusammenstoß mit einem Hund. „Bei einer Abfahrt lief mir ein freilaufender Hund direkt vor das Rad, als ich gerade um die Kurve kam, und es kam zum Zusammenstoß“, schilderte die Athletin auf Instagram den schmerzhaften und unglücklichen Zwischenfall.

Chauveau konnte sich nicht auf dem Rad halten und kam böse zu Sturz. „Zuerst schlug mein Kopf auf dem Boden auf – zum Glück trug ich einen Helm, doch der Rest meines Körpers folgte. Ich verlor das Bewusstsein und kam anschließend in die Notaufnahme“, beschrieb sie das Schock-Erlebnis. Zudem teilte sie Bilder aus dem Krankenwagen und dem Krankenhaus sowie von einer großen Wunde am oberen Rücken.

Chauveau erleidet Gehirnerschütterung – Knochen bleiben heil

Die Staffel-Weltmeisterin aus dem Jahr 2024 hatte jedoch noch Glück im Unglück. Die Ärzte konnten keine Brüche feststellen, was das Risiko eines längeren Ausfalls verringert. Gedulden muss sich Chauveau dennoch, da eine diagnostizierte schwere Gehirnerschütterung „einige Zeit in Anspruch nehmen“ werde.

Die Skijägerin muss sich derzeit schonen und fehlt deshalb auch beim Trainingslager der Nationalmannschaft in Premanon. Chauveau plant zunächst kleine Schritte: „Viel Ruhe, Erholung und eine schrittweise Rückkehr, wenn die Zeit reif ist“, verriet sie ihre Pläne für die kommenden Wochen.

Bis zum Weltcup-Auftakt der Saison 2026/27 (26. bis 29. November) bleiben noch gut fünf Monate Zeit, weshalb die Athletin nichts überstürzen muss. Ein Rückschlag in der Vorbereitung ist es dennoch. Immerhin geht es auch im Sommer und vor allem im Herbst darum, sich für einen Startplatz im starken französischen Damen-Team zu bewerben.

Chauveau nach Staffel-Gold zwischen Weltcup und IBU-Cup gefangen

Im Vorjahr war Chauveau genau das zunächst nicht gelungen. Die 27-Jährige musste sich im zweitklassigen IBU-Cup für Weltcup-Einsätze anbieten, was ihr mit zwei Siegen auch gelang. Für die Olympischen Winterspiele konnte sie sich jedoch kein Ticket sichern, weshalb sie bei den eher zweitklassigen Europameisterschaften an den Start ging und drei Medaillen gewann. Ihre beste Platzierung im Weltcup war ein 32. Platz im Einzel von Kontiolahti.

Chauveau verzeichnete ihre beste Saison im Winter 2023/24. Neben WM-Gold mit der französischen Staffel reichte es für Platz 20 im Gesamt-Weltcup und Rang 10 in der Massenstart-Wertung. Insgesamt konnte die Athletin bei zwei Weltcup-Einzelrennen auf das Podium laufen und drei Staffel-Siege einfahren.

Durchwachsene Schießleistungen sorgten jedoch dafür, dass sie in den letzten Saisons immer wieder zwischen Weltcup und IBU-Cup hin- und herwechseln musste.