Biathlon-Olympiasieger Johan-Olav Botn hat sich zu seiner vergangenen Saison geäußert und dabei Kritik an seinem eigenen Start bei den nationalen Langlauf-Meisterschaften geübt. „Es war völlig idiotisch“, sagte der 26-Jährige der norwegischen Zeitung Dagbladet.

Botn war kurz nach dem Saisonfinale am Holmenkollen bei den norwegischen Langlaufmeisterschaften noch ein Rennen über 50 Kilometer gelaufen. „Nach der Saison war ich etwas ausgelaugt und fertig“, sagte der norwegische Wintersportler.

Johan-Olav Botn beim Biathlon-Weltcup am Holmenkollen
Johan-Olav Botn beim Biathlon-Weltcup am HolmenkollenJohan-Olav Botn beim Biathlon-Weltcup am Holmenkollen© IMAGO/Gabor Baumgarten

Das spiegelte sich auch im Ergebnisklassement des 50-Kilometer-Rennens wider: Statt mit um den Sieg zu kämpfen, kam Botn als 15. mit über sechs Minuten Rückstand ins Ziel.

Drama im Biathlon-Winter: Botn fand Mannschaftskollegen tot im Hotel

Botn erlebte in der vergangenen Saison eine Achterbahn der Gefühle. Nach einem dominanten Start in den Weltcup-Winter fand der Biathlet an Heiligabend seinen Mannschaftskollegen Sivert Guttorm Bakken tot in einem Hotelzimmer auf.

Nachdem er einige Weltcuprennen aus gesundheitlichen Gründen absagen musste, kämpfte sich Botn bis zu den Olympischen Winterspielen in Mailand/Cortina zurück und gewann dort die Goldmedaille im Einzel. Den Weltcup-Winter schloss der Norweger trotz seiner langen Abstinenz auf Platz drei der Gesamtwertung ab.

Für die kommende Saison wurde Botn bereits für die norwegische Weltcup-Mannschaft nominiert. Neben ihm werden voraussichtlich Sturla Holm Laegreid, Vetle Sjåstad Christiansen, Johannes Dale-Skjevdal, Isak Leknes Frey sowie Martin Uldal zur ersten Riege gehören.