Die internationale Biathlon-Saison ist vorbei. Und dennoch hat ein Wettkampf in Norwegen für nationales Aufsehen gesorgt. Immerhin feierte mit Einar Hedegart ein Langlauf-Olympiasieger in seiner alten Sportart als Biathlet ein sensationelles Comeback bei den nationalen Meisterschaften.

Der 24-Jährige wurde im 10-Kilometer-Sprint in Os nur von Johannes Dale-Skjevdal geschlagen. Weltcup-Stars wie Johan-Olav Botn oder Isak Frey landeten jedoch hinter ihm.

Dabei hat Hedegart seit vielen Monaten kein Gewehr mehr in der Hand gehabt und schoss im Wettkampf quasi ohne Vorbereitung. So unterliefen ihm auch drei Fehler bei den zwei Schießeinheiten.

Hedegart: „Gewehre schwer auf dem Rücken zu tragen“

„Ich hatte mit sieben oder acht Treffern gerechnet und es waren sieben. Das ist jetzt okay“, sagte Hedegart gegenüber NRK. „Es war schwer auf der Bahn und anstrengend, die Gewehre auf dem Rücken zu tragen.“

Hedegart war einst Biathlet. Doch vor der vergangenen Saison wechselte er in den Langlauf. Die Entscheidung erwies sich für ihn als Glücksfall. Bei den Olympischen Spielen 2026 räumte der Norweger ab. Gleich drei Medaillen holte Hedegart – davon in der Staffel über 4 × 7,5 km sowie im Teamsprint Freistil sogar Gold.

Bö als Förderer für Hedegart?

Trotz der großen Erfolge schloss Hedegart zuletzt eine Rückkehr zum Biathlon nicht aus. Im Gegenteil: Er flirtete sogar damit. Der langjährige Biathlon-Dominator Johannes Thingnes Bö wolle sich laut Hedegart sogar beim Verband für eine Rückkehr des Stars einsetzen.

Mit dem Auftritt in Os gab Hedegart nun einen nächsten Hinweis darauf, in welcher Disziplin er seine Zukunft sieht.