Die Biathlon-Saison ist beendet – und für Selina Grotian bleibt vor allem eines: Enttäuschung. Nach dem letzten Rennen in Oslo am vergangenen Wochenende zog die deutsche Biathletin ein schonungslos ehrliches sowie emotionales Fazit.

„Das Jahr war tatsächlich von viel Zweifel geprägt und es sind auch ein paar Tränen geflossen“, verriet sie in einem Beitrag auf Instagram, in dem sie erklärte, wie schwierig die vergangenen Monate für sie waren.

Selina Grotian hat eine durchwachsene Saison hinter sich
Selina Grotian hat eine durchwachsene Saison hinter sichSelina Grotian hat eine durchwachsene Saison hinter sich© IMAGO/Gabor Baumgarten

Dabei habe im Training vieles gestimmt, im Wettkampf allerdings nicht. Immer wieder sei es ihr nicht gelungen, ihre Leistung abzurufen. Sie habe es „einfach nicht auf die Strecke bringen können“, erklärte Grotian rückblickend.

Olympia? Die Enttäuschung war sehr groß“

Besonders ihre Corona-Infektion nach dem Auftakt in Östersund machte ihr zu schaffen: „Die Angst, wieder zu früh anzufangen, war sehr groß und wenn man in der Saison Wochen an Training verliert und die Wettkampfhärte fehlt, ist es richtig schwer, wieder in den Flow zu kommen.“

Dennoch schaffte sie die Qualifikation für die Olympischen Winterspiele. Vor allem im Hinblick auf die lange Pause zeigte sich die 22-Jährige „sehr stolz, es doch noch geschafft zu haben und meinen Kindheitstraum Olympia zu erfüllen“. In Antholz lief es jedoch nicht wie erhofft, in der Verfolgung belegte sie nur den 41. Platz. „Die Enttäuschung nach meinen Rennen bei Olympia war sehr groß“, gab Grotian zu.

Biathlon: Grotian mit starken Saison-Abschluss

Im Saisonendspurt zeigte sie sich dann stark verbessert. Im finnischen Kontiolahti konnte sie mit zwei Top-20-Platzierungen auf sich aufmerksam machen, in Oslo lief Grotian in der Verfolgung auf einen soliden 14. Platz.

„Obwohl vor allem die letzten Rennen sehr auslaugend waren, konnte ich auch wieder etwas Selbstbewusstsein in die Saisonpause mitnehmen“, schrieb Grotian, die sich abschließend bei ihren Unterstützern bedankte.