Ende November startet im schwedischen Östersund die neue Biathlon-Saison – im deutschen Männer-Team sind nur Benedikt Doll und Roman Rees gesetzt, um die restlichen Startplätze wird noch hart gerungen.
„Ein paar Männer haben ein bisschen einen Bonus vom letzten Jahr, aber letztes Jahr ist eben letztes Jahr“, sagte der neue Bundestrainer Uros Velepec bei der Einkleidung des Deutschen Skiverbands (DSV) am Mittwoch in München. Sieben weitere Athleten kommen für die verbleibenden vier Positionen in Östersund in Frage.
Wer neben dem 33 Jahre alten Doll, der mit einem Karriereende 2024 liebäugelt, und dem 30 Jahre alten Rees die ersten Rennen in Schweden bestreiten wird, soll sich in den kommenden Wochen nach internen Testwettkämpfen sowie einem abschließenden internationalen Vergleich im norwegischen Sjusjöen herauskristallisieren.
„Wir wollen für niemand die Türe schließen“
Doch auch für diejenigen, denen zum Auftakt nur die Zuschauerrolle bleibt, ist noch nicht aller Tage Abend. Wer nicht performt, kann schnell wieder aus dem Team fliegen. „Wir wollen elastisch und dynamisch sein“, erklärte Velepec: „Wenn jemand in den ersten Weltcups nicht das Niveau hat, dann können wir schon wechseln. Wir wollen für niemand die Türe schließen.“
Das zuletzt kriselnde deutsche Team steht unter dem 56-Jährigen vor einem Neuanfang. Nach dem desaströsen Heimspiel 2023 in Oberhof, als die Männer erstmals seit 1969 bei einer Biathlon-Weltmeisterschaft ohne Podestplatz geblieben waren, übernahm Velepec den Posten des im Frühjahr zurückgetretenen Mark Kirchner.
„Wir hoffen, alle machen einen Schritt nach vorn“, betonte der Slowene und forderte angesichts der starken Konkurrenz: „Wir müssen mehr riskieren und schneller schießen, wir müssen alles zu 100 Prozent machen, sonst haben wir keine Chance.“