ARD-Kommentator Thomas Kunze war schon während ihrer Fahrt total aus dem Häuschen. „Das ist ein kanadisches Märchen auf Eis“, fieberte er mit, als sich Embyr-Lee Susko anschickte, die Führung im Einzel bei der Rodel-WM in ihrem Heimatort Whistler zu übernehmen.
Und die erst 19 Jahre alte Kanadierin enttäuschte ihn nicht. „Da donnert’s – und zwar so richtig, auch im Publikum“, jubelte Kunze in Anlehnung an die letzte Kurve der Bahn, die den Namen Thunderbird (Donnervogel) trägt.
Neben Suskos Namen prangte die 1 und im Zielraum überschlugen sich die Emotionen. Susko sprang von ihrem Rodel und wurde sofort von ihren begeisterten Teamkolleginnen geherzt. Schnell flossen die ersten Tränen der Freude.
„Es war der Wahnsinn. Es war unglaublich.“
Dass es am Ende „nur“ zu Platz vier hinter den deutschen Doppelsiegerinnen Julia Taubitz und Merle Fräbel sowie der US-Amerikanerin Emily Sweeney reichte – geschenkt. Bislang war Rang 17 Suskos beste Saisonplatzierung gewesen.
„Sie hat’s hier halt einfach drauf. Auf den internationalen Bahnen fehlt ihr die Erfahrung. Da ist sie froh, wenn sie den Berg runterkommt. Aber das ist halt ihr Berg. Herrlich“, frohlockte ARD-Mann Kunze.
Und auch Sesko selbst war völlig von den Socken. „Es war der Wahnsinn, meine Eltern und alle in Kanada hinter mir zu spüren. Ich kann es gar nicht in Worte fassen“, sagte sie nach dem Rennen: „Es war unglaublich.“
„Das war einfach mein Rennen“
„Es gibt nichts, was ich an diesen Läufen ändern könnte“, sagte Susko. „Es waren einige meiner besten Starts und einfach saubere Läufe. Das war mein Rennen, und ich bin überglücklich darüber.“
Nachdem Susko, die Surfen und Wasserski zu ihren größten Hobbys zählt, im Februar 2024 bei den Junioren-Weltmeisterschaften die Silber-Medaille geholt hatte, hat sie nun auch auf der ganz großen Bühne ihr erstes Ausrufezeichen gesetzt.