Der dänische Rekordmeister FC Kopenhagen zieht die Reißleine und entlässt nach einer historisch schwachen Saison Cheftrainer Jacob Neestrup. Das gab der Klub von Ex-BVB-Profi Youssoufa Moukoko am Sonntagabend offiziell bekannt.
Nachfolger soll laut einem Bericht des Fußballmagazins Tipsbladet der ehemalige Bundesliga-Trainer Bo Svensson werden. Der Däne trainierte fast drei Jahre lang den FSV Mainz 05, ehe er in der Hinrunde der Saison 2024/25 für Union Berlin an der Seitenlinie stand.
Jetzt kehrt Svensson offenbar zu seinem Jugendklub zurück, für den er als Spieler 155 Profispiele absolvierte.
Kopenhagen reagiert auf historisch schwache Saison
Kopenhagen hatte in den ersten zwei Jahren unter Neestrup zweimal das Double gefeiert. Dazu führte der 38-Jährige die „Löwen“ dreimal in die Champions League.
Trotz des klar größten Budgets des Landes rutschte Kopenhagen in diesem Jahr jedoch erstmals in der Geschichte des Klubs in die untere Tabellenhälfte und damit in die Abstiegs- beziehungsweise Qualifikationsrunde. Auch für den im vergangenen Sommer vom BVB verkauften Moukoko lief die Saison missraten: Er erzielte in 18 Ligaspielen nur drei Tore, hatte zuletzt keinen Stammplatz mehr.
„Wir spielen um die europäische Qualifikation und sind insgesamt Achter in der Superliga, nur sechs Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt. Es versteht sich von selbst, dass wir niemals in einer solchen Lage sein dürfen“, erklärte Henrik Mogelmose, der Vorsitzende des Konzerns, der 100 Prozent der Anteile am Klub besitzt, nach Angaben des FCK.
Einzig im Pokal gelang der Einzug ins Finale. Das Finale am 14. Mai gegen den FC Midtjylland und Ex-BVB-Trainer Mike Tullberg wird dann allerdings von Svensson geleitet werden.