Die Eiskunstlauf-Olympiasiegerin von 2018, Alina Zagitova, sorgt in Russland für Aufregung und unsichere Straßen: Seit dem Erhalt ihres Führerscheins im Jahr 2019 bekam die 22-Jährige unfassbare 544 Strafzettel.
Auch die Strafe, die sie für ihre Vergehen bezahlen muss, sind unglaublich angewachsen. Sie summieren sich mittlerweile zu einer Gesamtstrafe von 497.000 Rubel, umgerechnet 4800 Euro.
197 Strafzettel in einem Jahr
Die Gründe für die Strafen sind sehr vielseitig: 401 Mal wurde die Russin wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen bestraft. Hinzu kam das 65-malige Ignorieren von Straßenschildern und 18 Mal parkte der Eiskunstlauf-Star falsch. Unerlaubtes Wenden oder Fahren in der Bus-Spur brachten der Russin ebenso 14 Strafen ein. Weitere fünf Strafzettel sammelte Zagitova beim Überfahren einer roten Ampel.
Alleine seit Jahresbeginn erhielt die Porsche- und BMW-Fahrerin 197 Strafzettel. Obwohl die Zahl der Strafen unglaublich klingen, reichen sie in Russland jedoch nicht für ein Fahrverbot.
Vorfälle „müssen bestraft werden“
Gegenwind bekommt die junge Russin jetzt aber trotzdem. Die ehemalige Eisschnellläuferin Svetlana Zhurova, die mittlerweile in der Politik tätig ist, erklärte bei sport24: „Verkehrsverstöße müssen natürlich bestraft werden. Wenn man die Regeln bricht, sorgt man für gefährliche Situationen. Und hier handelt es sich um viele Verstöße.“
Zhurova richtete sich auch an die Eltern von Zagitova und bat diese „mit ihr zu sprechen, damit sie vernünftig wird und ihre Fehler nicht wiederholt“.
Die Verstöße der 22-Jährigen wurden aber nicht nur in offiziellen Dokumenten deutlich. Sie entlarvte sich auch schon einmal selbst. Die Siegerin der WM 2019 und Europameisterin von 2018 filmte sich im vergangenen Jahr am Steuer ihres Mercedes. Im Video, das sie auf Social Media teilte, war auch zu sehen, wie sie über eine rote Ampel fuhr.