Nach 14 Monaten ist es so weit!
Die Skicosserin Fanny Smith konnte endlich ihre Bronzemedaille, nach einer Verspätung von mehr als einem Jahr, entgegennehmen. Der IOC-Präsident Thomas Bach überreichte der Schweizerin die Plakette auf einer feierlichen Zeremonie in Lausanne.
Die Drittplatzierte musste lange auf diesen besonderen Moment warten. Im olympischen Finale 2022 im Skicross wurde ihr zuerst der Titel aberkannt. Die Wettkampfjury des Internationalen Skiverbandes (FIS) möchte damals mittels eines Videobeweises gesehen haben, wie Smith ihre deutsche Kontrahentin Daniela Maier bei der letzten Abfahrt behindert habe.
Fehlentscheidung im Skicross-Finale in Peking
Daraufhin folgten eine Disqualifizierung und die Zurückstufung für die heute 30-Jährige. Die Waadtländerin ließ diese, aus ihrer Sicht, eindeutige Fehlentscheidung nicht auf sich sitzen und leitete rechtliche Schritte gegen die FIS ein.
Es begann ein ewiger Rechtsstreit über die Olympia-Platzierung aus China mit den Verantwortlichen des Skiverbandes, nachdem Maier damals nachträglich Bronze erhielt.
„Ungerechtigkeit empfunden“ – Smith muss sich den dritten Platz teilen
Nach mehr als zehn Monaten lautet das Urteil im Dezember: Beide Athletinnen erhalten die Bronzemedaille und teilen sich somit den dritten Platz. nun ist es mit der Medaillenübergabe auch offiziell. „Es war ein sehr emotionaler Tag. In Peking wären meine Gefühle wahrscheinlich anders gewesen», sagte die Schweizerin in Lausanne.
Smith war überglücklich, nachdem sie nach einer so langen Zeit die Medaille endlich in den Händen halten konnte. Über die Situation bei den Olympischen Spielen sagte die Athletin auf ihrer Zeremonie: „Ich muss zugeben, dass ich in Peking viel Ungerechtigkeit empfunden habe. Ich wünsche keinem Sportler, dass er eine solche Erfahrung machen muss.“