Ungewöhnlicher Anblick bei der nordischen Ski-WM in Planica.
Beim Skiathlon der Frauen über 15 Kilometer lief die Norwegerin Astrid Öyre Slind bei sieben Grad als einzige der Top-Läuferinnen mit kurzer Hose.
Damit löste die 35-Jährige ein großes Echo im Netz aus. „Ich liebe Astrid Öyre Slind, die in kurzen Hosen läuft, von ganzem Herzen“, schrieb Userin Pontus Larsson auf Twitter. „Ich denke, es könnten abgeschnittene Hosenbeine sein. Aber trotzdem, wie cool.“
Diese Kleidung ist nicht nur sehr ungewöhnlich, sondern auch erfolgreich. Denn Slind holte die Bronzemedaille und schnappte damit der deutschen Hoffnung Katharina Hennig Edelmetall weg.
Der Teamsprint-Olympiasiegerin von Peking fehlten nur 5,3 Sekunden zum Podest, konnte aber dennoch sehr zufrieden sein. Gold ging an die Schwedin Ebba Andersson. Sie setzte sich nach 38:11,8 Minuten vor ihrer schwedischen Teamkollegin Frida Karlsson durch.
Hennig optimistisch für WM-Staffel
„Dieser vierte Platz schimmert für mich wie eine Medaille. Ich bin überglücklich, glücklicher kann man über einen vierten Platz nicht sein. Es galt Platz zehn zu knacken, das habe ich geschafft. Die Form ist da“, sagte Hennig im ZDF und ergänzte, „wäre die Strecke 300 Meter länger gewesen, hätte es vielleicht noch geklappt.“
Voll des Lobes war auch Peter Schlickenrieder: „Diese Leistung kann man gar nicht hoch genug einschätzen, da sie zuletzt auch krank war. Das ist eine deutlich Bestätigung, dass sie wieder da und auf dem Weg nach ganz oben ist“, erklärte der Bundestrainer.
Hennig (Oberwiesenthal), die 2017 bei der WM im finnischen Lahti mit Platz zehn im Skiathlon ihr zuvor bestes WM-Ergebnis verbucht hatte, musste im zweiten Rennteil im von ihr weniger geliebten freien Stil die drei Top-Läuferinnen ziehen lassen.
Bei der Nordischen Ski-WM im österreichischen Seefeld peilen die DSV-Athleten wieder zahlreiche Medaillen an. SPORT1 zeigt die größten deutschen Medaillen-Hoffnungen.
Als zweitbeste Deutsche lief Pia Fink (Bremelau) auf den 14. Rang. Katherine Sauerbrey (25, Steinbach-Hallenberg) komplettierte auf Rang 21 das gute deutsche Ergebnis.
Mit dem gelungenen Start sammelte Hennig auch Selbstvertrauen für die Staffel am Donnerstag und das abschließende 30-km-Rennen am Samstag. Der Skiathlon sei für sie ohnehin „der Wettkampf zum Reinkommen“, hatte die 26-Jährige bereits im Vorfeld betont: „Meine Konzentration gilt eher der Staffel und dem Dreißiger“.