Was für ein Finish von Lisa Tertsch!
Die 24-Jährige sicherte sich bei den deutschen Meisterschaften im Triathlon im Rahmen der Sportgroßveranstaltung „Die Finals“ in Düsseldorf ihren zweiten Meistertitel über die Sprintdistanz.
Bereits 2021 hatte sich die Darmstädterin den Titel geholt, zwei Jahre später stand sie nach 56:10 Minuten auf der Strecke wieder ganz oben auf dem Treppchen. Allerdings musste Tertsch ein spannendes Finale überstehen, ehe der Erfolg in trockenen Tüchern war.
Erst im Schlussspurt setzte sie sich gegen Selina Klamt durch, die nur drei Sekunden hinter Tertsch die Ziellinie überquerte. Rang drei sicherte sich Marle Gomez-Göggel in 56:17 Minuten.
Tertsch: „Das war echt cool!“
„Das war ein cooles Wochenende. Meine Beine haben sich heute beim Laufen nicht so gut angefühlt, daher habe ich mir die Kraft für den Schlussspurt aufgespart“, sagte die neue deutsche Meisterin nach dem Rennen. Später legte sie bei der ARD noch nach: „Viel mehr kann man sich nicht wünschen. Das war echt cool.“
Bereits am Freitag hatte sie mit dem EJOT-Team TV Buschhütten den Titel in der Mixed-Staffel geholt – nun war das Wochenende perfekt.
Am Sonntag waren bis zum zweiten Wechsel noch zehn Athletinnen im Rennen um den Titel. Dann kam es zu einem harten Ausscheidungslauf, bei dem immer mehr Athletinnen abreißen lassen mussten. Auf den letzten 500 Metern entschied es sich zwischen Tertsch und Klamt, mit dem besseren Ende für Tertsch.
Dennoch kein Grund für Klamt zur Trauer. „Ich bin ziemlich sprachlos. Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut wird und ich eine Elite-Medaille gewinnen werde“, sagte die 22-Jährige nach dem Rennen.
Bitter für Laura Lindemann: Die fünfmalige deutsche Meisterin über die Sprintdistanz musste kurzfristig aufgrund einer Lebensmittelvergiftung auf ihren Start verzichten.
Am Vortag hatte sich Lasse Priester den Sprinttitel bei den Männern gesichert. Der 27-Jährige kam nach 50:58 Minuten als Erster ins Ziel. Auf Platz zwei landete sein Teamkollege Tim Hellwig vor Simon Henseleit.