Die laut Medienberichten feststehende Kehrtwende um Rodri, der statt Real Madrid nun offenbar dem FC Barcelona seine Zusage gegeben haben soll, sorgt für großes Aufsehen. Der frühere Real-Stürmer Fernando Morientes nahm die Berichte nun zum Anlass, um deutliche Kritik an der Vereinsführung der Königlichen zu äußern.
„Das ist ein schlechter Scherz. Man hält uns ein bisschen für dumm. Es ist klar, dass Madrid Rodri nicht wollte“, betonte Morientes im Podcast „El Partidazo de Cope“.
Seine Ansicht begründete der frühere spanische Nationalspieler damit, dass „Real Madrid in solchen Situationen nicht schläft. Bei einem 14 Jahre alten Rechtsverteidiger kann man vielleicht noch schlafen, aber nicht bei dieser Art von Spielern.“
Rodri-Transfer: Real Madrid hat „nicht alles gegeben“
Am Donnerstag hatten mehrere spanische Medien übereinstimmend berichtet, dass Rodri dem seit Wochen interessierten Rekordmeister abgesagt und stattdessen dem Erzrivalen FC Barcelona grünes Licht für Verhandlungen mit seinem aktuellen Klub Manchester City gegeben haben soll.
Für Morientes sei jedoch klar, dass das Interesse der Königlichen letztlich nicht so groß gewesen sein könne. Der 50-Jährige betonte, dass „Real Madrid nicht alles gegeben hat. Jetzt schieben sie die Verantwortung auf Rodri und behaupten, er habe wegen des Spielstils zum FC Barcelona wechseln wollen. Das ist ein geschmackloser Witz für alle, die sich mit Fußball auskennen.“
Zur Untermauerung seiner These verwies Morientes auf die Transferhistorie des Klubs: „Wenn Real Madrid solche Transfers angestrebt hat, hat es sie auch geschafft. Figo kam, Zidane kam, Owen kam, Ronaldo kam … Niemand soll mir jetzt erzählen, Rodri habe woanders spielen wollen.“
Jetzt müssen Barca und City verhandeln
Rodri steht bei Manchester City noch bis 2027 unter Vertrag. Real galt lange als Favorit auf eine Verpflichtung im laufenden Transfersommer, nun scheint sich das Blatt jedoch zugunsten des FC Barcelona gewendet zu haben.
Bevor ein Wechsel tatsächlich über die Bühne gehen kann, müssen sich die Katalanen allerdings noch mit Manchester City einigen. Die Skyblues wollen Rodri zumindest nicht unter Wert gehen lassen. Für den Ex-Trainer Pep Guardiola war der 30-Jährige stets Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld.