Der deutsche Tischtennis-Spitzenklub ttc berlin eastside verzichtet beim Final Four der Champions League auf einen Start mit seinen Topspielerinnen – aus Protest gegen die Ansetzung und die Änderungen des Wettbewerbs. „Wir werden zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Turnier nicht supporten, da wir gegen dieses Final Four, noch dazu in der absoluten Provinz im östlichen Polen, sind“, sagte Manager Andreas Hain in einer Mitteilung.

Berlin klagt über Mini-Preisgeld

Das Finalturnier findet am Pfingstwochenende im polnischen Tarnobrzeg statt, am Samstag (19.00 Uhr) trifft Berlin auf Gastgeber und Favorit KTS Enea Siarkopol Tarnobrzeg. Dabei verzichtet der ttc auf Topspielerinnen wie Nina Mittelham oder Xiaona Shan. Mit seiner Kritik richtete sich Hain ausdrücklich nicht gegen den gegnerischen Verein. Die Europäische Tischtennis-Union (ETTU) nehme Berlin aber „unsere wichtigsten Heimspiele für unsere Fans, Sponsoren und die Medien ohne eine entsprechende Gegenleistung“, sagte er.

Denn das mögliche Preisgeld sei „so lächerlich niedrig, dass wir einen hohen Verlust einfahren werden“, sagte Hain weiter. Eine neue Regelung ab der kommenden Saison stößt dem sechsmaligen Champions-League-Sieger Berlin zudem sauer auf: Das veränderte Spielsystem sei „unsinnig“ und auch die Regel, dass künftig mit zwei Nicht-Europäerinnen gespielt werden darf, lehnt Berlin ab und wolle „dafür kämpfen, dass das wertvolle Champions-League-Format wieder vernünftig aufgesetzt wird“. Den Fokus lege der Verein stattdessen auf die kommenden Finals um die deutsche Meisterschaft gegen den TSV Dachau (29. und 31. Mai).