Serena Williams ist bei ihrem Einzel-Comeback in Wimbledon sofort gestoppt worden. Die 44-jährige US-Amerikanerin verlor in Runde eins gegen Maya Joint nach 2:22 Stunden mit 3:6, 7:6 (8:6), 3:6. Sprechen wollte sie darüber aber nicht mehr. (Wimbledon 2026 täglich im LIVETICKER)

Nach dem Match ließ Williams die obligatorische Pressekonferenz aus. Bei kompletter Verweigerung droht in Wimbledon eine Strafe bis zu 50.000 US-Dollar. Die 23-malige Grand-Slam-Siegerin begnügte sich nur mit zwei Sätzen über WhatsApp: „Es war sehr schön, wieder in Wimbledon zu spielen. Ich hätte nie gedacht, dass das noch einmal passiert, und die Atmosphäre war unglaublich.“

Trotz Missachten des Regelbuches gab es keine Strafe für Serena Williams
Trotz Missachten des Regelbuches gab es keine Strafe für Serena WilliamsTrotz Missachten des Regelbuches gab es keine Strafe für Serena Williams© IMAGO/ABACAPRESS

Keine Strafe für Williams

Wimbledon teilte mit, sie sei „nicht in der Lage, ihren Pflichten nachzukommen“. Williams blieb der PK aus medizinischen Gründen fern. Die Legende wird von Knieproblemen geplagt. Der All England Club sah deshalb keinen Grund, die 23-malige Grand-Slam-Siegerin zu bestrafen. Im Regelwerk heißt es auch, dass Spieler aus „triftigen Gründen“ Medientermine auslassen dürfen.

Das Grand-Slam-Regelwerk für 2026, an das sich sowohl Wimbledon als auch die anderen drei Grand-Slam-Turniere halten, besagt, dass „sowohl die siegreichen als auch die unterlegenen Spieler oder Mannschaften nach Abschluss jedes Spiels an den Medienterminen teilnehmen müssen“.

Williams war per Wildcard ins Hauptfeld gekommen und ist auch im Doppel gemeldet. Dass sie die Fragenflut der Journalisten umging, sorgte hinter den Kulissen für Diskussionen, auf den Tribünen gab es dennoch Ovationen. Für Joint ist der Sieg der bislang größte Moment ihrer Karriere.