Linda Noskova hat im rein tschechischen Endspiel gegen Karolina Muchova triumphiert. Die 21-Jährige setzte sich am Samstag auf dem Centre Court in Wimbledon mit 6:2, 5:7, 6:3 durch und holte damit ihren ersten Grand-Slam-Titel. Bei der Siegerehrung kämpfte Noskova sichtlich mit den Emotionen. „All das Blut, der Schweiß und die Tränen waren es wert“, sagte sie später.
Den größten Teil ihres Dankes richtete sie an ihre Familie – und ausdrücklich an ihre vor zwei Jahren an Krebs verstorbene Mutter Ivana. „Es gibt noch eine Person, bei der ich mich bedanken möchte: meine Mama. Ohne sie wäre ich absolut nicht hier, also danke“ sagte die 21-Jährige, schickte einen Kuss Richtung Hummel, ehe sie mit den Tränen kämpfte.
Linda Noskova gewinnt Wimbledon 2026
Obwohl Linda Noskova für ihre mentale Stärke auf dem Platz bekannt ist, konnte sie ihre Rührung über das Ausmaß ihres Erfolgs nicht verbergen: „Normalerweise weine ich nicht, das bin nicht ich. Aber ich habe diese zwei Wochen so sehr genossen. Alle Tränen der Trauer, alle Tränen der Freude. All der Schweiß und die Anstrengung, um hierher zu kommen – das war alles wert. Ich werde diese zwei Wochen nie vergessen.“
Noskova schien im Match früh alles im Griff zu haben: Den ersten Satz dominierte sie, im zweiten führte sie bereits 5:2.
Dann riss Muchova die Partie mit einer bemerkenswerten Serie an sich. Während Noskova fünf Matchbälle liegen ließ, gewann Muchova fünf Spiele in Folge und erzwang den Entscheidungssatz.
Muchovas späte Aufholjagd gestoppt
Im dritten Satz schüttelte Noskova den Einbruch ab, ging wieder mutig auf die Returns und erspielte sich erneut einen Vorsprung.
Nach 2:28 Stunden verwandelte sie schließlich ihren sechsten Matchball, fiel erschöpft auf den Rasen – und Muchovas späte Aufholjagd war endgültig gestoppt.
Noskova servierte zehn Asse, schlug mehr Winner und überstand am Ende auch die entscheidenden, engen Momente gegen die 29-Jährige.