Wimbledon zieht die Leine an: Am 28. Juni 2026 wurde bekanntgegeben, dass Profis ihre Hunde beim Rasen-Grand-Slam nicht mit in den Spielbetrieb bringen dürfen. Damit endet eine Entwicklung, die in Paris für Aufsehen gesorgt hatte. Denn bei Roland Garros waren Haustiere in Spielerbereichen plötzlich keine Seltenheit gewesen.
Turnierdirektorin Amelie Mauresmo soll Aryna Sabalenka in Paris sogar signalisiert haben, dass ihr Hund Ash Zugang zum Gelände erhält. Neben Sabalenka waren laut Roland-Garros-Angaben weitere Hunde mit eigener Akkreditierung im Stade Roland-Garros unterwegs, darunter Tiere von Anastasia Potapova, Anna Kalinskaya, Marta Kostyuk sowie Zizou Bergs (Copain).
Auch Alexander Zverev zeigte bei den Feierlichkeiten rund um seinen Titel seinen Dackel Mishka. (Wimbledon 2026 täglich im LIVETICKER)
In Wimbledon greift dagegen das Regelwerk des All England Club. Auf dem Gelände sind nur zertifizierte und speziell dafür ausgebildete Assistenzhunde zugelassen. Normale Haustiere, die als „Emotional Support Animals“ beschrieben wurden, werden nicht erlaubt. Für viele Spielerinnen und Spieler ist das ein Einschnitt – zumal Hunde auf der Tour längst als Begleiter im Turnieralltag etabliert sind.
Badosa: „Hunde weit weg von mir“
Paula Badosa reagierte auf das Verbot jedoch anders als viele Kolleginnen. Die Spanierin sagte offen, dass Hunde ihr Angst machen. „Ich sage immer, dass ich Hunde mag, aber weit weg von mir“, erklärte Badosa – eine schlechte Erfahrung in der Kindheit habe sie geprägt.
Wenn Hunde in ihre Nähe kommen, bekomme sie „so eine Art Herzinfarkt“, schilderte Badosa. Sie habe zwar Freundinnen, die mit ihren Tieren reisen, und es tue ihr für sie leid. Gleichzeitig betont sie: „Ich bin froh, dass ihre Anwesenheit in Wimbledon nicht erlaubt ist.“