Jannik Sinner startet als Titelverteidiger in Wimbledon – und steht nach seinem körperlichen Einbruch bei Roland Garros unter besonderer Beobachtung. Der Weltranglistenerste eröffnet am Montag, dem 29. Juni, auf dem Centre Court mit einem Spiel gegen Miomir Kecmanovic.

Weil Carlos Alcaraz wegen einer Handgelenksverletzung fehlt und bei Novak Djokovic nach einem kurzfristig gestrichenen Exhibition-Auftritt Fragezeichen bleiben, rückt Sinner noch stärker in die Favoritenrolle.

In Paris führte Sinner gegen Juan Manuel Cerundolo bereits mit 6:3, 6:2, 5:1, dann bekam er Krämpfe. Am Ende verlor er mit 3:6, 2:6, 7:5, 6:1, 6:1. Seitdem hat der Italiener kein offizielles Match mehr bestritten. Nach dem Vorfall ließ sich Sinner in Italien umfassend untersuchen, unter anderem in Mailand. Die Befunde fielen laut Berichten unauffällig aus.

Sinner: Hitze als neues Standardthema

In Wimbledon schilderte Sinner nun, wie er die Konsequenzen daraus in den Alltag eingebaut hat. „Wir haben Änderungen vorgenommen. Keine großen, sondern kleine Details“, sagte er. Vor allem die Belastungssteuerung wurde verändert: „Wir haben das körperliche Training ein bisschen angepasst: längere Einheiten, im Gym und auf dem Platz, am Stück und ohne Pausen.“

Sinner machte zudem klar, dass das Thema Temperatur für ihn nicht nur ein einmaliger Warnschuss war. „Wir wissen, dass wir unter mehr Hitze trainieren müssen. Ich habe das Gefühl, es wird überall heißer – jedes Jahr“, betonte er und nannte die Entwicklung „ein sehr wichtiges Thema“.

Wimbledon beginnt für Sinner damit nicht nur als Titelmission, sondern auch als Test, ob die neuen Routinen den nächsten Hitzestress abfedern.