Überraschungs-Coup verpasst: Tamara Korpatsch ist bei den French Open als letzte deutsche Starterin ausgeschieden. Die Hamburgerin unterlag in der dritten Runde der favorisierten Ukrainerin Elina Svitolina am Freitag in Paris mit 2:6, 3:6.

„Ich bin natürlich enttäuscht über das Ergebnis. Ich habe viele Chancen gehabt, die ich nicht genutzt habe“, sagte Korpatsch: „Aber das ist das wichtigste, was du als gute Spielerin machen musst. Deshalb ist Switolina nicht umsonst in den Top-Ten.“

Korpatsch verpasste auch im vierten Anlauf ihren ersten Sieg gegen eine Spielerin unter den besten zehn der Welt, dennoch bleibt die Turnierwoche in Paris die bislang erfolgreichste in ihrer Karriere. Sie kann neben wichtigen Weltranglistenpunkten ein Preisgeld von 187.000 Euro mitnehmen.

Tamara Korpatsch ist in der dritten Runde ausgeschieden
Tamara Korpatsch ist in der dritten Runde ausgeschiedenTamara Korpatsch ist in der dritten Runde ausgeschieden© IMAGO/HMB-Media

French Open: Alle deutschen Starterinnen raus

Als klare Außenseiterin gegen die viermalige Grand-Slam-Halbfinalistin und Weltranglistensiebte Svitolina konnte Korpatsch ohne großen Druck aufspielen.

Alle vier weiteren deutschen Frauen waren schon ausgeschieden – einzig die 31-Jährige besaß noch die Chance, ihren Lauf nach dem durchaus turbulenten Zweitrundenerfolg gegen die gesetzte Chinesin Wang Xinyu fortzusetzen.

Während und nach dem Duell war es dabei zu Diskussionen zwischen beiden Spielerinnen gekommen, in der Partie gegen Svitolina blieben besondere Vorkommnisse erstmal aus.

Korpatsch gegen Svitolina früh unter Druck

Korpatsch, die auf dem zweitgrößten Platz der Anlage mit Sonnenbrille begann, diese aber später ablegte, geriet gegen die kraftvolle Grundlinienspielerin unter Druck und gab ihr erstes Aufschlagspiel direkt klar ab.

Die Weltranglisten-95., die von ihrem Vater trainiert wird, kämpfte sich aber ins Match hinein und baute ihre Punkte immer wieder klug auf. Allerdings war Svitolina mit ihrer Power schwer für sie zu kontrollieren.

Auch nach dem Satzverlust verließ die Außenseiterin nicht die Courage. Korpatsch ging mit 2:0 in Führung, wurde dann aber schnell wieder von der Ukrainerin eingeholt und musste schließlich die Klasse ihrer Kontrahentin anerkennen.