Das neue Tennis-Wunderkind Mirra Andrejewa hat bei den 136. All England Championships als letzte Spielerin das Achtelfinale erreicht.

Die 16-Jährige besiegte in einem russischen Duell die sechs Jahre ältere Anastassija Potapowa 6:2, 7:5 und feierte in Wimbledon bei ihrer zweiten Teilnahme an einem Grand Slam ihren bisher größten Erfolg.

Andrejewa trifft nun auf Madison Keys (USA/Nr. 25).

Zwischendrin hatte es indes leichten Wirbel gegeben, weil ein Fan im Publikum eine Champagner-Flasche entkorkte und damit die Konzentration der Spielerinnen störte.

Champagner-Wirbel in Wimbledon: Referee greift ein

Schließlich musste sogar der Schiedsrichter eingreifen: „Meine Damen und Herren. Wenn sie eine Flasche Champagner öffnen, machen Sie es bitte nicht, wenn die Spieler gerade aufschlagen wollen. Danke!“, sagte Referee John Blom.

Potapova, die gerade beim Aufschlag war, reagierte darauf mit einem Lächeln, nachdem der Knall der Champagner-Flasche zuvor bestens wahrzunehmen war.

Zur Erinnerung: Bereits 2019 hatte ein Fan in Wimbledon mit einer Champagner-Flasche für Aufsehen gesorgt, als der Korken nach dem Öffnen seinerzeit unkontrolliert in die Zuschauermenge gesprungen war.

Andrejewa war es am Ende einerlei – sie bejubelte ihren jüngsten Coup: „Es fühlt sich unglaublich an. Auf dem Platz konnte ich keine Emotionen zeigen. Ich war nach jedem Ballwechsel aus der Puste.“

Wunderkind Andrejewa unaufhaltsam

Bei den Australian Open zu Jahresbeginn war Andrejewa noch im Wettbewerb der Juniorinnen am Start, dort erreichte sie das Finale. Bei den French Open in Paris kam sie dann im Hauptfeld bereits in die dritte Runde. Seit Jahresende 2022 hat sich die junge Russin von Rang 293 der Weltrangliste auf zuletzt Rang 102 verbessert, durch den Achtelfinaleinzug im All England Club rückt sie nun auf Rang 64 vor.

Ins Hauptfeld von Wimbledon hatte sich Andrejewa noch über die Qualifikation gekämpft. Vor ihrem Erfolg gegen die an Nummer 22 gesetzten Potapowa war sie gegen die an Nummer zehn gesetzte Tschechin Barbora Krejcikova weitergekommen: Die Siegerin der French Open 2021 hatte beim Stand von 3:6, 0:4 aufgeben müssen.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)