Olympiasieger Alexander Zverev hat den straffen Terminkalender im Tennis-Zirkus kritisiert. „Da gehen wir als ATP-Tour in die falsche Richtung“, sagte der 26-Jährige in der deutschen Ausgabe des Playboy: „Unser Jahr ist so lang wie in keinem anderen Profi-Sport. Wir spielen durchgehend von Anfang Januar bis Mitte November, haben gar keine Off-Season, keine Zeit, uns physisch vorzubereiten.“

Es sei durch den eng getakteten Zeitplan schwierig, überhaupt Phasen zum trainieren zu finden, monierte Zverev: „Ich glaube nicht, dass das der richtige Weg ist.“

Der Hamburger bestritt im vergangenen Jahr 26 Turniere im Einzel. Die Wettbewerbe auf der ATP-Tour gehen teilweise nahtlos ineinander über. Dennoch treten im Anschluss an die Saison immer wieder Topstars zusätzlich bei Show-Wettkämpfen an.

Zverev: Warum sollte ich nicht Nummer eins werden?

Mit seiner Comeback-Saison nach der schweren Fußverletzung im Sommer 2022 zeigte sich Zverev im Rückblick zufrieden.

„Wer mir vor einem Jahr gesagt hätte, ‚du bist bei den ATP-Finals dabei‘, dem hätte ich den Vogel gezeigt“, sagte er – er glaube allerdings, „dass 2024 der interessantere Schritt kommen könnte. Ich bin jetzt wieder zurück in den Top Ten – was spricht dagegen, dass ich dieses Jahr oder irgendwann doch noch die Nummer eins werde?“, fragte Zverev selbstbewusst.