Boris Becker hat sich Aussagen von Nick Kyrgios nicht gefallen lassen. Nachdem der Australier Kritik an der Art und Weise des Tennisspiels von Becker und Spielern zu seinen Zeiten übte, reagierte der Deutsche erbost. Es entwickelte sich daraus ein verbaler Schlagabtausch in den sozialen Netzwerken.

„Ich habe Boris Becker beobachtet, und ich sage nicht, dass sie zu ihrer Zeit nicht gut waren, aber zu behaupten, dass sie heute genauso gut wären, ist absurd“, erzählte Kyrgios im Interview mit The Athletic und ergänzte: „Damals war das Spiel so langsam!“

Der Australier erklärte anschließend, dass zu Zeiten von Beckers Erfolgen ein guter Aufschlag bei 197 bis 200 km/h lag. Er selbst würde konstant in die Ecken 220 km/h schlagen, wodurch das Spiel heutzutage „ein ganz anderes“ sei.

Becker zweifelt Kyrgios‘ Glaubwürdigkeit an

Wenn ein Spieler heute mit weniger Tempo aufschlagen würde, „frisst Djokovic dich bei lebendigem Leibe auf“, wodurch die Stars von damals im heutigen Spiel keine Chance hätten.

Die Antwort vom sechsmaligen Grand-Slam-Sieger ließ nicht lange auf sich warten. „Nick macht in letzter Zeit eine Menge Lärm um Tennis!?! Warum spricht er über einen Sport, den er anscheinend hasst“, hinterfragte Becker und ergänzte, Nick habe „noch nie eine große Meisterschaft als Spieler oder Trainer gewonnen. Woher kommt also die Glaubwürdigkeit?“, legte er auf X nach.

Dabei kritisierte der 56-Jährige den „Versuch, Generationen zu vergleichen.“ Nachdem Kyrgios ankündigte, einen OnlyFans zu besitzen, solle er nach der Meinung von Becker lieber mit seinen Followern dort „über viele Dinge, außer Tennis“ sprechen.

Kyrgios kommentiert Beckers Beitrag mehrfach

Die Gegenreaktion von Kyrgios folgte prompt in den Kommentarspalten unter dem Beitrag von Becker. Da er selbst Stars wie Federer, Djokovic und Murray in seiner Karriere geschlagen hat, habe der 28-Jährige das Gefühl, zumindest „ein wenig Glaubwürdigkeit“ zu besitzen. Zudem sei dann „im Grunde genommen 99 % der Tennistour nicht glaubwürdig, oder? Kartoffel!“ Auch den deutschen Tennis-Star Alexander Zverev, aktuell die Nummer sieben der ATP-Weltrangliste, brachte Kyrgios ins Spiel. „Keine Glaubwürdigkeit? Er hat noch nicht einmal einen Grand Slam im Doppel gewonnen.“

Trotzdem müsse man „kein Raketenwissenschaftler sein, um zu sehen, dass Novak in deinen (Becker, Anm. d. Red.), besten Zeiten den Boden mit dir aufwischen würde.“ Die Aussagen seien „kein Angriff, das sind nur Fakten.“

Zudem tritt der Australier noch einmal gegen Becker nach. „Dieser Kerl spricht über Glaubwürdigkeit. Das letzte Mal als ich nachgesehen habe, warst du derjenige, der Vermögen versteckt hat“, kommentierte Kyrgios.