Ein Spieler soll aus dem Hotel geworfen worden sein und die Plätze sind meilenweit entfernt von üblichen Standards auf der ATP-Tour. Der Tennis Cup Napoli gibt aktuell kein gutes Bild ab. (NEWS: Alles zur ATP)
Das ATP250-Turnier in Neapel, das nach der Absage von Veranstaltungen in China mit einer einjährigen Lizenz vom Challenger-Status aufgestiegen war, musste den Start des Hauptfelds bereits auf Dienstag verschieben, nachdem sich die Spieler massiv über die Plätze im Tennis Club Napoli 1905 beschwert hatten. (SERVICE: ATP-Kalender)
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Unter anderem sollen die Bodenbeläge aufgequollen und Teppichnähte abgestanden haben. Die Organisatoren hatten sich zu der Problematik bereits am Wochenende geäußert.
„Aufgrund von Problemen mit dem Material, das für den Bau der Plätze durch ein weltweit führendes und daher von der Organisation unabhängiges Unternehmen verwendet wurde, ist es notwendig geworden, die für heute und morgen, Samstag und Sonntag, angesetzten Qualifikationsspiele des Turniers zu verschieben, um die notwendigen Eingriffe zu ermöglichen.“
Als Ersatz wurden Beläge von den Firenze Open aus Florenz herbeigeschafft. Diese Veranstaltung waren von den Spielern für die Organisation und die Bedingungen gelobt worden.
In Neapel sorgten die neuen Beläge jedoch nicht für die Lösung des Problems. Am ersten Wettkampftag musste die Partie zwischen Luca Nardi und Corentin Moutet beim Stand von 2:2 im ersten Satz unterbrochen werden, da der Center Court zu rutschig war. Das Match wurde am Mittwoch fortgesetzt.
Barrientos fordert ATP zum Handeln auf
Aber nicht nur auf dem Platz gibt es Probleme, auch in der Unterbringung scheint das Chaos Einzug zu halten.
Am Dienstag postete Nicolas Barrientos bei Twitter, dass sein Gepäck, ebenso wie das seiner Frau, aus dem Hotelzimmer geworfen worden sei. Wie der 35-Jährige mitteilte, habe er während seines Doppels mit Miguel Angel Reyes-Varela (0:2 gegen Nikola Cacic/Aisham Qureshi) per Mail erfahren, dass er zum zweiten Mal das Hotel wechseln müsse.
Die Nummer 62 der Doppel-Weltrangliste rief die ATP dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen, „um zu verhindern, dass die Spieler solche Situationen durchleben müssen. Vor allem, wenn sich derselbe Vorfall bei Turnieren wiederholt, die von demselben Unternehmen organisiert werden.“ (SERVICE: ATP-Weltrangliste)
Mit diesen Vorkommnissen hat das Turnier in Neapel auf jeden Fall keine Werbung für einen dauerhaften Aufstieg vom Challenger-Status auf die ATP-Tour gemacht.