Titelverteidigerin Iga Świątek ist beim Rasenklassiker in Wimbledon nach einer schwachen Vorstellung in der dritten Runde gescheitert. Die an Position drei gesetzte Polin unterlag auf dem Centre Court der Weltranglisten-32. Alexandra Eala mit 6:7 (9:11), 2:6. (Wimbledon 2026 täglich im LIVETICKER)

„Ich bin in der zweiten Woche eines Grand Slams, das ist unglaublich. Für jemanden, der auf den Philippinen aufgewachsen ist, ist das etwas ganz Besonderes. Für mich ist das das Größte“, sagte die sichtlich emotionale Überraschungssiegerin nach der Partie und fügte hinzu: „Es war eines der besten Spiele meines Lebens.“

Unter den Augen von Wimbledon-Rekordsiegerin Martina Navratilova und IOC-Präsidentin Kirsty Coventry war der erste Satz hart umkämpft: Eala verwandelte im Tiebreak ihren vierten Satzball, nachdem sie zuvor zwei von Swiatek abgewehrt hatte. Eala erarbeitete sich im zweiten Durchgang früh ein Doppelbreak, was auch daran lag, dass Swiatek zu viele einfache Fehler unterliefen.

Swiatek scheidet früh aus

Mit Michael Stich ist eine deutsche Legende bereits großer Fan. „Eala spielt perfektes Rasentennis. Sie kann das Spiel super lesen, sie geht ans Netz. Sie hat keine großen Schlag, aber macht alles smart. Das ist so gut. Sie erinnert mich immer ein wenig an Angie Kerber“, sagte er bei Prime.

Die 21-jährige Eala verwandelte nach 2:15 Stunden ihren dritten Matchball und zog als erster Profi von den Philippinen in ein Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers ein. Dort trifft sie auf die Wimbledon-Finalistin von 2024, Jasmine Paolini aus Italien.

Auch die zweimalige Grand-Slam-Siegerin Elena Rybakina hat überraschend das Achtelfinale verpasst. Die Weltranglistenzweite aus Kasachstan unterlag der Belgierin Elise Mertens mit 6:7 (4:7), 1:6. Damit scheiterte auch sie an der Church Road – und verpasste die Chance, an die Spitze der Weltrangliste vorzurücken. Um Aryna Sabalenka zu überholen, hätte Rybakina mindestens das Viertelfinale erreichen müssen.

Auf Court 1 suchte die „Ice Queen“ von Beginn an ihren Rhythmus. Zu fahrig agierte die 27-Jährige bei eigenem Aufschlag, überdrehte bisweilen mit zu hohem Risiko in ihren Schlägen und hatte letztlich das Nachsehen. Skurril dabei: Vor der Partie galt Mertens als Rybakinas Lieblingsgegnerin. Gegen keine andere Spielerin gewann die Australian-Open-Siegerin auf WTA-Ebene häufiger (sieben Siege).

Auf die an Position 25 gesetzte Mertens wartet im Achtelfinale die Tschechin Marie Bouzková. Weiter als die Runde der besten 16 ist die 30-Jährige in Wimbledon noch nie gekommen.