Zu einer Medaille reichte es für Linda Roth bei der Schwimm-EM in Paris noch nicht, doch die 18-Jährige war „super zufrieden“.
Starke Vierte war die Junioren-Europameisterin im Centre Aquatique Olympique am Stade de France im Finale über 200 m Freistil geworden – nur einen Monat nach der Goldmedaille bei der Nachwuchs-EM in München. „Ich wollte es genießen, Spaß haben und Erfahrungen sammeln“, sagte sie.
Roth knackt Almsick-Bestzeit
Im Halbfinale hatte die Stuttgarterin ein Highlight erlebt. In 1:56,46 Minuten war Roth 18 Hundertstelsekunden unter der Bestzeit von Franziska van Almsick geblieben, die 2002 als 24-Jährige ihren damaligen Weltrekord aufgestellt hatte.
Mit der deutschen Schwimmlegende in einem Atemzug genannt zu werden, machte die Teenagerin stolz: „Sie ist in Deutschland ein sehr großes Vorbild. Und dass ich jetzt schon mit meinen jungen Jahren schneller als sie bin, macht mich auf jeden Fall umso glücklicher.“ Zum Auftakt hatte sie in der 4×200-m-Freistilstaffel mit deutschem Rekord nur um eine Hundertstel Bronze verpasst.
Schwimmen: Roth wechselte nach Magdeburg
Roth war vor der Saison nach Magdeburg in die Medaillenschmiede von Bundestrainer Bernd Berkhahn gewechselt. Das Training mit den Olympiasiegern und Weltmeistern Florian Wellbrock und Lukas Märtens, dem neuen Europameister Johannes Liebmann oder der Olympiadritten Isabel Gose verlieh ihr einen Leistungsschub.
„Die Trainingsgruppe ist super. Ich habe mich auch echt schnell weiterentwickelt“, sagte Roth: „Man merkt es mit den ganzen großen Namen, wie gut es ist, dass man sich auch mal im Training battlen kann. Sie geben mir so viel mit, auch wenn ich mal nervöser bin, und supporten mich als Küken der Trainingsgruppe sehr.“
Am Freitagmorgen war sie schon wieder über 200 m Lagen gefordert und zog als 13. ins Halbfinale ein.