Weltmeisterin Anna Elendt, Olympiasieger Lukas Märtens und Co. sollen bei der anstehenden Schwimm-Europameisterschaften in Paris vor Hassnachrichten und anderen digitalen Anfeindungen geschützt werden. Dafür hat der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) für die Titelkämpfe an der Seine (31. Juli bis 16. August) eine Kooperation mit dem Technologieunternehmen Sportradar abgeschlossen.

DSV startet digitalen Schutzschirm gegen Hass

„Mit dem Wettkampf auf internationalem Parkett wächst auch die öffentliche Aufmerksamkeit. Leider gehören dazu manchmal auch Hasskommentare und digitale Anfeindungen in den Sozialen Medien. Ein Thema, das der DSV ernst nimmt und das wir gemeinsam angehen wollen“, sagte Christian Hansmann, Vorstand Leistungssport im DSV.

Der für die Athletinnen und Athleten kostenlose digitale Schutzschirm soll unter anderem die automatisierte Moderation in Echtzeit auf Basis KI-gestützter Analysen, die Löschung problematischer Inhalte – bevor sie von den Sportlern gelesen werden – und die Nutzung einer umfangreichen Datenbasis zur Identifikation schädlicher Inhalte umfassen. Zudem soll es auch Informations- und Schulungsangebote für das Team geben.

„Ich finde es sehr gut, dass der DSV sich dieser Sache annimmt. Als Gesellschaft haben wir bislang nur bedingt begriffen, was für ein wichtiges Thema der digitale Raum darstellt“, sagte Synchronschwimmer Robin Wiehn: „In den Sozialen Medien zeigt man auch Aspekte des privaten Lebens und ist entsprechend verwundbar. Da ist es umso schmerzvoller, wenn fremde Menschen einen unter dem Deckmantel der Anonymität angreifen – als würde man von hinten geschubst werden.“