Die deutsche 7er-Rugby-Nationalmannschaft greift nach dem zweiten EM-Titel ihrer Geschichte. Beim Heimspiel in Hamburg feierte die Mannschaft von Bundestrainer Pablo Feijóo den Turniersieg und reist mit einer perfekten Ausgangslage zum zweiten und finalen Event im kroatischen Split (24. bis 26 Juli). Im Endspiel in der Hansestadt setzte sich das „Wolfpack“ mit 26:7 gegen den ersatzgeschwächten Olympiasieger Frankreich durch.

Auf dem Weg ins Finale besiegte die deutsche Auswahl in der Vorschlussrunde Belgien mit 19:0, im Viertelfinale hatte Deutschland zuvor Angstgegner Großbritannien mit 26:12 aus dem Weg geräumt. In der Vorrunde hatte das Team von Rugby Deutschland drei überzeugende Siege eingefahren.

Wie auch die Franzosen musste der Spanier Feijóo auf zahlreiche Leistungsträger verzichten. Spielmacher Niklas Koch, Kapitän Tim Lichtenberg oder der pfeilschnelle Jakob Dipper fehlten in Hamburg, die Stammspieler wurden durch einige Nachwuchstalente ersetzt.

Deutschland könnte mit dem zweiten EM-Titel nach 2019 eine starke Saison krönen. Trotz der Verletzungssorgen hatten sich die Deutschen furios für die WM-Serie qualifiziert, am Ende stand nach drei Turnieren Platz elf.

Die letzte EM-Medaille gab es vor zwei Jahren mit Bronze, 2021 und 2022 reichte es jeweils zu Silber.