Dressurreiterin Isabell Werth sieht sich vor den Weltmeisterschaften in Aachen nicht als Titelanwärterin Nummer eins. „Absolute Topfavoritin ist momentan Cathrine Dufour“, sagte die neunmalige Weltmeisterin und achtmalige Olympiasiegerin dem SID. „

Auch Justin Verboomen, Lottie Fry und Becky Moody“ zählt sie neben sich selbst zu den Siegkandidaten bei den Wettkämpfen in Aachen (11. bis 23. August).

Weil die Dänin Dufour (mit Freestyle) und vor allem Doppel-Europameister Verboomen (mit Zonik) Werth bei der EM vor einem Jahr überflügelt hatten, kippte das Momentum eher auf die Seite der beiden.

Die 57-Jährige wähnt sich nun eher in der Verfolgerrolle. Sie versuche aber „ein ordentliches Wort mitzureden – und dann sehen wir, was dabei herauskommt“, sagte Werth.

Reit-WM: Werth will trotzdem um Goldmedaille kämpfen

Mit der Mannschaft stehen die Chancen auf einen Titel für Werth nochmal besser. „Großes Ziel“ sei es, „um die Goldmedaillen zu kämpfen“, sagte sie. „Die Engländer werden uns das Leben da schwer machen, sie haben eine sehr starke Mannschaft.“ Es werde deshalb auf jeden Ritt und eine gute Tagesform ankommen: „Es wird superspannend.“ Zuletzt hatte die deutsche Equipe von Bundestrainerin Monica Theodorescu 2018 in Tryon Gold gewonnen.

Neben den Briten sieht Werth auch die Mannschaften aus Dänemark und Belgien als Konkurrenten, die Niederlande seien ebenfalls „auf dem aufsteigenden Ast“. Diesen Nationen fehle aber wohl „noch der ganz starke und sichere dritte Reiter“, um vorne anzugreifen: „Im Moment wird auf dem Papier England das Zünglein an der Waage sein.“