Jan Ullrich ist zurück auf der Tour-Bühne und genießt sein Fan-Dasein in vollen Zügen.
„Ich freue mich extrem. Es ist wirklich mein erster Besuch überhaupt als Gast, als Fan bei der Tour de France. Und dann noch so eine epische Etappe wie heute in den Vogesen, wo ich auch gute Erinnerungen habe“, sagte Ullrich am Rande der 14. Etappe in der ARD.“
„Wir waren auch bei den Bussen. Mit den ganzen sportlichen Leitern und den Teamchefs bin ich ja früher gefahren“, erzählte er: „Ich habe mich da riesig gefreut.“
Vor 20 Jahren wurde der deutsche Radstar wegen der Verbindung zu Dopingarzt Eufemiano Fuentes bei der Tour de France ausgeschlossen. Nun ist Ullrich wieder gern gesehener Gast.
Viele Jahre war der Tour-Gewinner von 1997 bei den wichtigen Radsportrennen wegen seines Dopingskandals eine unerwünschte Person. Nach seinen Dopinggeständnissen ist er nun keine „Persona non grata“ mehr und kann sich an der Tour de France als Fan erfreuen.
Es war jedoch nicht die erste Tour, die der 52-Jährige von außen miterlebte. Auch beim Tour-Start 2017 in Düsseldorf und der folgenden 2. Etappe war er anwesend. Damals wurde Ullrich jedoch nicht von Organisatoren eingeladen und nahm nicht am offiziellen Renngeschehen teil. Er hielt sich privat am Streckenrand auf.
Neun Jahre später sah Ullrich sich die Tour mit seinen Söhnen an und wurde von vielen deutschen Fans an der Strecke gefeiert.