Chris Froome hat seinen Rücktritt vom Profiradsport offiziell bestätigt. Der viermalige Tour-de-France-Sieger erklärte seinen Entschluss bei einem Termin in seiner neuen Rolle als Markenbotschafter von Skoda. „Leider gab es diesen Sturz im vergangenen Sommer. Das war nicht so, wie ich es beenden wollte. Aber selbst da wusste ich: Es ist vorbei.“
Der Brite war die komplette Saison 2026 ohne Renneinsatz geblieben und zuletzt ohne Team. Ausschlaggebend war ein schwerer Trainingsunfall im vergangenen August, nach dem Froome operiert werden musste. Medienberichten zufolge erlitt er dabei unter anderem eine lebensbedrohliche Verletzung am Herzen sowie weitere schwere Blessuren.
Froome prägte mit Team Sky (später INEOS) eine Ära: In der Gesamtwertung der Tour de France triumphierte er viermal, insgesamt gewann er sieben Grand Tours. Zu seinen ikonischen Momenten zählt auch die Szene am Mont Ventoux, als er nach einer Kollision kurzzeitig zu Fuß weiterlief, ehe er ein Ersatzrad bekam.
Schwerer Froome-Crash 2019
Nach seinem vierten Tour-Sieg 2017 setzte Froome mit dem Giro-Erfolg 2018 und der legendären Attacke über den Colle delle Finestre noch ein Ausrufezeichen. Sportlich bergab ging es 2019 mit einem schweren Unfall vor dem Critérium du Dauphiné, der eine lange Pause nach sich zog. 2020 stand er bei INEOS erstmals seit 2011 nicht mehr im Tour-Aufgebot.
Es folgte der Wechsel zu Israel Start-Up Nation, später Israel-Premier Tech, doch die Leistungen erreichten nicht mehr das frühere Niveau. Einzelne Highlights blieben: Bei der Tour 2022 fuhr Froome am Alpe d’Huez als Dritter aufs Podium. Eine erneute schwere Trainingsverletzung im vergangenen Jahr sorgte nun schlussendlich für das Karriereende. Im Herbst endete sein Engagement bei Israel-Premier Tech.