Antonia Niedermaier hat ihren ersten Tagessieg beim diesjährigen Giro d’Italia der Frauen knapp verpasst. Auf der fünften Etappe mit 3400 Höhenmetern über 146 km von Longarone nach Sante Stefano di Cadore musste sich die 23 Jahre alte deutsche Meisterin im Zielsprint einer Vierergruppe nur den beiden Niederländerinnen Demi Vollering und Anna van der Breggen geschlagen geben.

In der Gesamtwertung machte die Rosenheimerin vom Team Canyon dagegen einen Platz gut und liegt nun auf Rang drei. Der Rückstand auf van der Breggen im Rosa Trikot beträgt 1:24 Minuten, auf die ehemalige Tour-de-France-Siegerin Vollering sind es 24 Sekunden. Die Italienerin Elisa Longo Borghini, die die letzten beiden Ausgaben gewonnen hatte, liegt auf Rang fünf.

Der Giro, der gänzlich im Norden Italiens ausgetragen wird, endet am Sonntag mit der neunten Etappe rund um Saluzzo im Piemont. Am Donnerstag gibt es entlang des Ufers am Gardasee die letzte Chance für die Sprinterinnen, die Königsetappe findet am Samstag statt.

Italien-Rundfahrt liegt Niedermaier

Im letzten Jahr war Niedermaier bei der Italien-Rundfahrt auf Rang fünf und wie schon 2024 ins weiße Trikot der besten Nachwuchsfahrerin gefahren. Ihren bislang einzigen Giro-Etappensieg holte sie 2023. Am Mittwoch versuchte sie sich bei der ersten Bergetappe durch die Dolomiten 1100 Meter vor dem Ziel mit einer Attacke, hatte im finalen Sprint aber das Nachsehen.