Der italienische Rad-Profi Filippo Zana hat am Samstag während der 4. Etappe der Slowenien-Rundfahrt für eine Schrecksekunde gesorgt.

In Führung liegend schätzte der 24-Jährige in einer Abfahrt eine Rechtskurve falsch ein, zerriss die Absperrung einer Pferdekoppel am Straßenrand, überschlug sich und stürzte einige Meter den Abhang hinunter.

Bei den besorgten Zuschauern wurden Erinnerungen an den Schweizer Gino Mäder wach, der nur zwei Tage zuvor bei der Tour de Suisse ebenfalls in einer Abfahrt in eine Schlucht gestürzt war. Dort musste er zuerst wiederbelebt werden, ehe ein Helikopter ihn ins Krankenhaus flog. Am Freitag erlag der 26-Jährige im Krankenhaus seinen Verletzungen.

„Liebe Zuschauer, wir sind natürlich auch noch mittendrin in dieser Situation vom Todesfall von Gino Mäder bei der Tour de Suisse“, kommentierte der ehemalige französische Radprofi Jean-Claude Leclerq die Szene als TV-Experte bei Eurosport und gestand: „Wenn wir natürlich solche Bilder sehen und Sie vielleicht auch: Da steht einem das Herz still.“

Zana: Gesamtführung trotz Sturz bei Slowenien-Rundfahrt

Für Zana endete der Sturz jedoch glücklicherweise glimpflich: Er konnte selbständig aufstehen, sammelte sein Rad ein, das ein Stück den Hang hinuntergefallen war, und setzte das Rennen fort.

Auch ein Pferd, das an der Stelle des Sturzes am Hang weidete und vor dem stürzenden Radsportler geflüchtet war, kam offenbar mit dem Schrecken davon.

Den Tagessieg musste der Profi vom australischen Team Jayco AlUla nach seinem Sturz zwar abschreiben, immerhin aber fuhr er noch als Etappenzweiter ins Ziel – und übernahm dadurch vorerst die Führung in der Gesamtwertung der Slowenien-Rundfahrt.