Als erster Slowene hat Matej Mohoric Mailand-Sanremo gewonnen. Der 27-Jährige stellte seine deutlich stärker eingeschätzten Landsmänner Tadej Pogacar und Primoz Roglic in den Schatten und triumphierte bei der 113. Auflage der „Primavera“ über fast 300 Kilometer knapp vor dem Franzosen Anthony Turgis. (NEWS: Alles zum Radsport)
Mohoric ging als Teil einer starken Spitzengruppe, zu der auch der zweimalige Tour-de-France-Sieger Pogacar und Mitfavorit Wout Van Aert (Belgien) gehörten, in den finalen Anstieg „Poggio di Sanremo“.
Dort attackierte Pogacar gleich viermal, doch Erfolg hatte letztlich der für das Team Bahrain Victorious fahrende Mohoric. Im Ziel lag er zwei Sekunden vor Turgis (Total Energies).
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Der Niederländer Mathieu van der Poel (Alpecin-Fenix) sicherte sich im Spurt den dritten Rang. Pogacar (UAE Team Emirates) musste sich mit Rang fünf begnügen, 2020-Sieger Van Aert (Jumbo-Visma) wurde Achter und Roglic landete auf dem 17. Rang. Als bester Deutscher kam Simon Geschke (Berlin/Cofidis) mit einem Rückstand von 1:14 Minuten auf Position 32 ins Ziel.
Der belgische Vorjahressieger Jasper Stuyven (Trek-Segafredo) hatte aus gesundheitlichen Gründen auf einen Start verzichtet. (SERVICE: der Radsport-Kalender)
Seit Erik Zabel in den Jahren 1997 und 1998 sowie 2000 und 2001 hat damit kein Profi mehr seinen Titel beim traditionell ersten Radsport-Monument des Jahres erfolgreich verteidigt. Letzter Deutscher Sieger bleibt John Degenkolb (Gera/DSM), der 2015 triumphiert hatte und diesmal fehlte.
Mailand-Sanremo ist das längste der fünf Radsport-Monumente und wird traditionell als erstes im Jahr gefahren. Es folgen die Flandern-Rundfahrt (3. April), Paris-Roubaix (10. April), Lüttich-Bastogne-Lüttich (24. April) und die Lombardei-Rundfahrt (8. Oktober).